Handball Nach starken 50 Minuten verliert Frisch Auf in Berlin

Mit harten Bandagen gekämpft wurde am Mittwochabend  in der Berliner Max-Schmeling-Halle, hier bekommt es der achtfache Frisch-Auf-Torschütze Pavel Horak zu spüren. Am Ende gewannen die Gastgeber mit 29:26.
Mit harten Bandagen gekämpft wurde am Mittwochabend in der Berliner Max-Schmeling-Halle, hier bekommt es der achtfache Frisch-Auf-Torschütze Pavel Horak zu spüren. Am Ende gewannen die Gastgeber mit 29:26. © Foto: Eberhard Thonfeld (camera 4)
RONALD MAIER 06.09.2012
Lange Zeit hatte Frisch Auf im schweren Auswärtsspiel bei den Füchsen Berlin geführt. In den letzten sechs Minuten glitt den Göppingern die Führung aus der Hand, am Ende unterlagen sie unglücklich 26:29 (12:9).

Lange Zeit sah es in der Berliner Max-Schmeling-Halle so aus, als sollten die Spieler von Frisch Auf Göppingen weiterhin der Angstgegner der Füchse Berlin bleiben. Nach ausgeglichenem Start übernahmen die Gäste die Führung, unter der Regie von Tim Kneule erwies sich vor allem Pavel Horak als sicherer und am Ende achtfacher Torschütze. Vier Tore des Halblinken in Folge brachte die Grün-Weißen im ersten Durchgang mit 9:8 in Führung.

Da war die erste Schrecksekunde bereits überstanden, Torhüter Bastian Rutschmann musste in der siebten Minute nach einem Gesichtstreffer ausgewechselt werden. Dafür kam Tomas Mrkva gut ins Spiel, parierte sogar zwei Strafwürfe von Nincevic und Igropulo. Die beiden Tschechen Mrkva und Horak hatten dann auch großen Anteil an der 12:9-Halbzeitführung der Gäste.

"Ein großes Lob an meine Jungs, sie haben lange geführt und großartig gekämpft", war Frisch-Auf-Trainer Velimir Petkovic grundsätzlich mit seiner Mannschaft zufrieden. Vor allem die Abwehrleistung in der ersten Halbzeit stellte eine deutliche Verbesserung gegenüber den ersten beiden Liga-Heimspielen.

Nach der Pause konnten die Göppinger den Vorsprung allerdings nur bis zum 17:16 verteidigen. Vor allem eine Steigerung von Nationaltorhüter Silvio Heinevetter brachte die Hausherren wieder ins Spiel. Die Grün-Weißen bewiesen Moral, behielten die Nerven und setzten sich nochmals auf 22:19 ab.

In der Schlussphase agierten die Gäste dann aber zu zögerlich. Allein auf die beiden Haupttorschützen Horak und Manuel Späth zu setzen, war gegen den Champions-League-Teilnehmer zu wenig, gerade bei Momir Rnic und Zarko Markovic wurde im Vergleich zum Lemgo-Heimspiel der entscheidende Zug zum Tor vermisst.

Bei den Berlinern zeigten sich währenddessen die Alternativen. Hatte bis dahin der russische Neuzugang Igropulo aufgedreht, kam nun Nationalspieler Christophersen ins Spiel, Heinevetter parierte und die Hausherren sicherten sich in den letzten fünf Minuten den 29:26-Heimsieg. "Wer morgen in der Zeitung das Ergebnis liest, der wird sich denken, Berlin hat wie erwartet gewonnen", resümierte Petkovic und haderte zugleich mit dem Spielausgang, "wer in der Halle war, wird vielleicht etwas anders darüber denken."

SO SPIELTEN SIE

Füchse Berlin: Heinevetter, Stochl (n.e.); Igropulo (9/3), Christophersen (7), Jaszka (5), Richwien (4), Nincevic (2), Laen (1), Spoljaric (1), Pevnov, Romero, Bult, Löffler (n.e.), Wiede (n.e.).

FA Göppingen: Rutschmann; Mrkva (7. bis 54.); Horak (8), Späth (5), Markovic (4/3), Kneule (2), Schöne (2), Beljanski (1), Lobedank (1), Haaß (1), Rnic (1), Schubert (1), Oprea.

Schiedsrichter: Geipel/Helbig (Steuden/Landsberg).

Zeitstrafen: 4:8 Minuten (Laen, Sigurdsson - zweimal Markovic, Kneule, Lobedank).

Zuschauer: 6168.