Frauenhandball Mit der Favoritenrolle ins Lokalderby

Aleksandar Knezevic.
Aleksandar Knezevic. © Foto: Eibner
Göppingen / Holger Riegel 10.11.2018

Eine kurze Anreise haben die Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf am Sonntag. Um 16 Uhr treten die Göppingerinnen in der Sporthalle 1 beim TV Nellingen an. Es ist das elfte Mal, dass die Hornets von den Fildern auf die Grün-Weißen treffen. In den bisher zehn Vergleichen konnten die Mädels von Aleksandar Knezevic (Foto: Eibner) sieben Erfolge feiern, einmal trennte man sich mit einem Remis und aus zwei Spielen ging Nellingen als Sieger hervor.

Die letzte Schlappe für Göppingen liegt noch gar nicht weit zurück. Es war, wie auch jetzt, noch in der Anfangsphase der Saison, als die Hornets in der Sporthalle 1 den Stachel ausfuhren und Frisch Auf mit einem 28:26-Erfolg nach Hause schickten. Das Rückspiel fiel mit einem 31:28-Sieg der die Grün-Weißen keineswegs deutlich aus. So gilt es für die Knezevic-Truppe, mit höchster Konzentration auf die Filder zu reisen, zumal die Gastgeberinnen mit dem Selbstvertrauen eines 34:23-Heimerfolgs gegen Halle-Neustadt ins Rennen gehen.

Dank des zweiten Saisonerfolgs konnte sich Nellingen mit 4:8 Punkten einen kleinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze erarbeiten. Ein Umstand, der so nicht wirklich zu erwarten war, denn die Hornets mussten zum Sommer eine einschneidende Zäsur überstehen. Zunächst wechselte der langjährige und erfolgreiche Trainer Pascal Morgant zum Ligakontrahenten Neckarsulm und nahm mit Louisa Wolf gleich die erfolgreichste Torschützin mit in die neue handballerische Heimat. Der zweite schwere zu verkraftende Abgang, Annika Blanke,  ist den Göppinger Fans inzwischen wohl bekannt und bei Frisch Auf nicht mehr wegzudenken. Zudem verließ mit Anne Bocka noch eine starke Torfrau den TV.

Den Posten auf der Bank übernahm Carsten Schmidmeister, doch es wurde ein kurzes Intermezzo. Vor der richtungsweisenden Begegnung gegen Halle trennte man sich vom neuen Coach und präsentierte mit dem HVW-Landestrainer Nico Kiener eine bisher noch mit „Interim“ versehene Lösung auf der Bank. Der Zugang des Neuen zum Team gelang schnell. Gegen Halle holte man zwei wichtige Punkte und in Leverkusen musste man sich im Pokal nur knapp 26:29 geschlagen geben.

Hrbkova fehlt weiterhin

Dennoch kommen die Göppingerinnen nicht an der Favoritenrolle vorbei. Auch ohne die verletzte Michaela Hrbkova kann der Anspruch der Grün-Weißen nur ein Sieg sein. Umso mehr, da sich die Frisch-Auf-Frauen in der Ferne bisher schadlos hielten. Nach den Unentschieden in Dortmund und Leverkusen landete das Knezevic-Team vor zwei Wochen einen 24:21-Sieg in Bad Wildungen. Diesem sollen nun die nächsten Auswärtspunkte folgen.

Der restliche Kader steht dem Göppinger Trainer zur Verfügung und das Derby wird die kleinen Wehwehchen der letzten Wochen hoffentlich beiseite schieben. Gewarnt ist die Mannschaft um Spielführerin Iris Guberinic. Auch nach über einem Jahr zwickt der Stachel der Niederlage noch, denn die zwei verlorenen Punkte hatten den Frisch-Auf-Frauen nicht nur den Sprung auf den vierten Tabellenplatz, sondern auch die Teilnahme am Europapokal gekostet. Holger Riegel

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