Ludwigsfelder Klassenerhalt nur noch Theorie

BS/JEB/AZ 14.04.2012
Die BWOL- und Württembergliga-Handballerinnen der Region haben am Wochenende eines gemeinsam: Sie bestreiten ihr letztes Saison-Heimspiel.

Die Handballerinnen der TSF Ludwigsfeld geben heute um 18 Uhr mit dem letzten Heimspiel der Saison gegen den TV Holzheim vermutlich zugleich ihre Abschiedsvorstellung in der Baden-Württemberg-Oberliga. Nach der Absage der vergangenen Partie mangels Spielerinnen können die Gastgeberinnen zwar theoretisch trotzdem noch auf den Nichtabstiegsplatz gelangen. Dazu müssten sie aber ihre drei noch ausstehenden Spiele allesamt gewinnen und zusätzlich die Gegner der direkten Abstiegskonkurrenten reichlich Schützenhilfe leisten.

Auch wenn es Ludwigsfeld in allen ausstehenden Spielen noch mit der unmittelbaren Abstiegskonkurrenz zu tun hat, dürften die Lichter bereits so gut wie aus sein. So geht es in erster Linie nach einer von Verletzungen geprägten Saison um einen ehrenvollen Abschied aus der Liga.

Da der TV Holzheim ebenfalls noch lange nicht gerettet ist, dürfte eine kämpferische Partie anstehen, in der der scheidende TSF-Coach Harald Michaeler durchaus Gewinnchancen sieht. "Freiwillige Gastgeschenke kann Holzheim nicht erwarten, schließlich hat mein Team vom 22:34 aus der Hinrunde noch etwas gut zu machen." Ob sich die Ludwigsfelderinnen wirklich noch einmal steigern können, hängt in erster Linie davon ab, ob Michaeler sein Team noch einmal voll motivieren kann und zusätzlich nicht von weiteren Ausfällen überrascht wird.

Württembergligist SG Burlafingen/Ulm bestreitet das letzte Spiel vor heimischer Kulisse um 19 Uhr gegen die HSG Fridingen. Die Gäste stehen auf dem achten Platz und konnten das Spiel in der Vorrunde nach einer katastrophalen Chancenverwertung der Burlafingerinnen deutlich gewinnen. Das Team von SG-Trainer Alexander Zaiser will sich für die Hinspielniederlage revanchieren. Mit der bisher gezeigten Heimstärke sollte dies kein unmögliches Unterfangen sein.

Erst am Sonntag bestreitet Ligakonkurrent SC Lehr sein letztes Heimspiel. Die Gäste, Tabellenführer TSV Urach, versprechen ab 17 Uhr in der Halle Ulm Nord ein hochklassiges Württembergliga-Spiel. In Urach tat sich die Mannschaft von Trainer Hans Müller noch sehr schwer und musste mit 20:31 die bislang höchste Saisonniederlage einstecken. Für den SC spricht jedoch, dass die Damen noch kein Heimspiel verloren haben.