Handball Locker-flockig gegen das Ex-Team

Schlagabtausch: In der Handball-Bezirksliga hat die HSG Oberkochen/Königsbronn um Daniel Mijin (links) die TSG Schnaitheim um Tobias Fischer zu Gast.
Schlagabtausch: In der Handball-Bezirksliga hat die HSG Oberkochen/Königsbronn um Daniel Mijin (links) die TSG Schnaitheim um Tobias Fischer zu Gast. © Foto: Oliver Vogel
Königsbronn / EDGAR DEIBERT 30.10.2014
Mit der TSG Schnaitheim hat er eine erfolgreiche Zeit gehabt, mit seinem aktuellen Verein wagt er einen Neustart nach personellem Umbruch: HSG-Coach Manfred Wicht freut sich besonders auf das Derby am Samstag gegen die TSG (19.30 Uhr, Herwartsteinhalle).

Erfrischend: Den Humor hat Manfred Wicht noch nicht verloren. Sich diesen auch in der schwierigen sportlichen Situation bewahrt, in der die HSG Oberkochen/Königsbronn noch immer steckt. Nach zwei Abstiegen in Folge befindet sich die Spielgemeinschaft auch in der Handball-Bezirksliga am Tabellenende, nicht zuletzt auch aufgrund der Verletzungsmisere.

„Dank ihr haben wir diesen glorreichen Start hingelegt“, erklärt Wicht ironisch im Hinblick auf die drei Niederlagen zu Saisonbeginn. Aus der Ruhe lässt sich der 58-Jährige davon zumindest nicht bringen. „Ein junger Trainer wäre wohl in Panik verfallen. Doch ich profitiere da von meiner Erfahrung“, sagt Wicht.

Er glaube an die Qualität seiner Mannschaft, die nach dem personellen Umbruch stark verjüngt daherkommt. Zudem fielen einige Leistungsträger verletzt aus. Langsam lichte sich jedoch das Lazarett, das mache Hoffnung. Zuletzt gab's in der Liga einen Sieg und ein Unentschieden. Unter der Woche behielt die HSG im Bezirkspokal die Oberhand über den Ligakonkurrenten Treffelhausen. „So langsam kommen wir ins Rollen“, fühlt sich der HSG-Coach bestätigt, Ruhe bewahrt zu haben.

Nun könne sich seine jungen Wilden im Heimspiel am Samstagabend, 19.30 Uhr, in der heimischen Herwartsteinhalle in Königsbronn gegen die TSG Schnaitheim behaupten, ihres Zeichens Tabellenführer. Kein Wunder also, dass Wicht betont, dass seine Mannschaft locker die Aufgabe angehen könne: „Ganz klar: Die müssen, wir dürfen.“

Dabei ist es für den HSG-Coach ein ganz besonderes Spiel. Zweimal betreute Wicht die Schnaitheimer Handballer, stieg mit ihnen z. B. in die Landesliga auf. „Es ist schon komisch. Ich kenne die TSG fast schon besser als mein eigenes Team“, scherzt der passionierte Marathonläufer, der in Schnaitheim wohnt, vor dem sportlichen Wiedersehen mit dem „Favoriten“ (Wicht).

„Wir haben schon den Anspruch, bei der HSG zu siegen“, erklärt Jeremias Rose. Der Schnaitheimer Coach warnt jedoch zugleich: „Die HSG hat zuletzt Selbstvertrauen getankt und wird mit viel Rückenwind ins Derby gehen.“

Dennoch, sein Team werde sicherlich nicht „ängstlich“ auftreten müssen. Warum auch? Nach vier Siegen in Folge führt die TSG die Tabelle an, und hat sich zudem bei Verfolger Lauterstein II mit 34:30 durchgesetzt. Es sei ein „extrem wichtiger Sieg“ gewesen“, betont Schnaitheims Coach Rose und erklärt die Gründe für die gute Form: „Uns zeichnet neben der guten Abwehr auch unser ausgeglichener Kader aus“, so der 32-Jährige. Bei der TSG sei jede Position doppelt besetzt.