Handball Langenauer Handballer setzen auf Heimvorteil

Langenau baut auf die Reflexe des Torhüters Markus Hinkelmann und auf den Heimvorteil beim Final Four.
Langenau baut auf die Reflexe des Torhüters Markus Hinkelmann und auf den Heimvorteil beim Final Four. © Foto: Volkmar Könneke
Henri Gallbronner 05.01.2018
Das Final Four des HVW-Pokals findet in der Pfleghofhalle statt. Mit-Favorit Laupheim hat ein leichtes Los gezogen.

Gleich zwei Mannschaftenn aus der Region haben es bis ins Final Four des HVW-Pokals geschafft, das am Dreikönigstag in der Langenauer Pfleghofhalle stattfindet. Neben der ausrichtenden HSG Langenau/Elchingen ist auch der HV Rot-Weiß Laupheim mit von der Partie. Die Laupheimer bekommen es nach ihrem Viertelfinal-Kantersieg gegen die SG Leonberg/Eltingen (33:23) mit einem regelrechten Pokalschreck zu tun: Der VfL Kirchheim – Pokalsieger von 1987 – aus der Bezirksliga Esslingen-Teck hat auf seinem Weg ins Halbfinale die Württembergligisten Heiningen und Unterensingen sowie die Oberligateams aus Plochingen und Söflingen ausgeschaltet, was allerdings auch der eher geringen Beliebtheit des Pokals bei den höherklassigen Vereinen geschuldet sein dürfte – und natürlich, dass in Kirchheim nicht geharzt wird. „Wir wollen den Heimvorteil natürlich nutzen“, sagt Langenaus Torwart Markus Hinkelmann.

 „Kirchheim ist als Bezirksligist natürlich Außenseiter, aber die anderen sind sportlich auf gleicher Höhe“, betont er. So bekommt es der Gastgeber im Halbfinale mit dem TSV Schmiden zu tun, der derzeit Tabellenzweiter in der Württembergliga Nord ist.

Dass die Pokalendrunde überhaupt in Langenau stattfindet, war zunächst alles andere als sicher: Die Ausschreibung, die an alle Viertelfinalisten des HVW-Pokals versandt wurde, enthielt einige Auflagen, die auf den ersten Blick nicht nur für die Langenauer schwer zu erfüllen wären. „Das hat sicherlich einige abgeschreckt“, meint Hinkelmann. So sei man zunächst davon ausgegangen, dass eine „werbefreie Halle“ auch bedeutet, die dort ganzjährig angebrachte Werbung zu entfernen. Vieles habe sich dann aber rasch geklärt. Auch der ursprünglich angesetzte Termin, der 7. Januar, stellte zunächst ein Problem dar. Ganz davon abgesehen, dass die Langenauer Pfleghofhalle am Sonntag bereits belegt ist, findet in der Ratiopharm Arena am gleichen Tag bekanntlich das Handball-Länderspiel Deutschland gegen Island statt.

Organisatorisch setzt ein Final Four ganz andere Maßstäbe als ein normales Württembergliga-Spiel. Insgesamt 60 Helfer sind über den Tag hinweg im Einsatz, so Hinkelmann. „Unser Cateringteam beginnt schon um 12 Uhr mit den Vorbereitungen.“ Außerdem werden für jedes Spiel sechs bis acht Ordner, zwei Wischer und natürlich ein Hallensprecher benötigt. „Das ist der Aufwand für ein Punktspiel mal zwei oder zweieinhalb“, erklärt der Torhüter der HSG.

Los geht es in der Pfleghofhalle um 13.30 Uhr mit dem Spiel der Gastgeber gegen den TSV Schmiden. Die Laupheimer mit Coach Klaus Hornung, dem Ex-Langenauer, müssen um 15.30 gegen den VfL Kirchheim ran, bevor die beiden erfolgreichen Teams um 18 Uhr im Finale den Sieger bestimmen. Sollte das Ziel der HSG Langenau, den Pokal zu gewinnen, umgesetzt werden können, wäre das der zweite Sieg in diesem Wettbewerb nach 1994. Eine Eintrittskarte kostet sieben Euro, ermäßigt vier Euro. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.

Auf nach Hamburg

Wer am Freitag den HVW-Pokal gewinnt, ist darüber hinaus direkt für das Achtelfinale der Deutschen Amateurpokalmeisterschaft qualifiziert. Der DHB-Amateurpokal wird jährlich unter den Pokalsiegern aus den 22 Landesverbänden ausgespielt. Das Finale dieses seit der Saison 2014/15 stattfindenden Wettbewerbs wird als Vorspiel des Final Four des „großen“ DHB-Pokals ausgetragen, das am 6. Mai in Hamburg stattfindet. Die beiden Finalisten sind zudem zur Teilnahme am DHB-Pokal der kommenden Saison berechtigt.