Kurztrip statt Fernreise

ERICH DISTEL 14.03.2015
Zum Auswärtsspiel am Sonntagnachmittag haben die Oberliga-Handballer der SG Lauterstein eine kurze Anreise. Sie treten bei der SV Remshalden an.

Vor dem Hinspiel Ende Oktober waren die SG Lauterstein und die SV Remshalden, die am morgigen Sonntag um 17 Uhr in Remshalden aufeinandertreffen, noch Tabellennachbarn in der Handball-Oberliga. Lauterstein gewann damals in letzter Sekunde glücklich mit 30:29, nachdem man mehrmals mit sieben Toren zurückgelegen hatte.

Anschließend verlor Remshalden alle weiteren Spiele der Vorrunde. Noch Mitte Februar schien der Klassenerhalt für den Neuling bei nur vier Siegen und 16 Niederlagen außer Reichweite zu sein. Doch die Mannschaft hat nichts mehr zu verlieren. Die letzten beiden Partien gegen Schlusslicht Heddesheim und beim gleichfalls abstiegsgefährdeten TV Oberkirch wurden deutlich gewonnen. Bei einem Erfolg gegen Lauterstein und eine Woche später ebenfalls zu Hause gegen Heidelsheim/Helmsheim steigen die Chancen der Sportvereinigung auf den Klassenerhalt deutlich.

Ihre beiden letzten Siege verdanken die Remshaldener einer stabilen Abwehr und ihren Torhütern. Steffen Lehle wurde gegen Oberkirch eine überragende Leistung bescheinigt. Im Angriff zog Remshalden ein variables Spiel auf. Von allen Positionen trafen die SVR-Akteure ins Tor. Beim Hinspiel in Lauterstein waren es vor allem Hendrik Wiesner und Adrian Wehner, die der SGL aus dem Rückraum schmerzhafte Nadelstiche versetzten. Aktuell treten die Remstäler noch geschlossener auf und die Lautersteiner dürfen keinem ihrer Angreifer viele Freiheiten lassen.

Lautersteins Trainer Stefan Klaus erwartet einen offenen Schlagabtausch. Für sein Team sei Remshalden ein unangenehm zu spielender Gegner. "Nach den letzten Siegen wird Remshalden in der eigenen Halle ganz selbstbewusst auftreten. Das und die Hoffnung auf den Klassenerhalt machen unsere Aufgabe dort nicht einfacher", meint Klaus. Lautersteins Coach und das Team hoffen, dass zahlreiche Anhänger den Weg ins Remstal finden und ihre Gelb-Blauen kräftig unterstützen. Bei den Trikotfarben müssen sie sich allerdings umstellen. Da Remshalden ebenfalls Gelb-Blau hat, wird die Gästemannschaft in Schwarz antreten.