Handball Kreisderby: „Wir wollen es allen noch einmal zeigen“

Daniel Kovacs (Nummer 9) war beim Auswärtssieg in Uhingen mit zehn Treffern erfolgreichster Werfer der SHB.
Daniel Kovacs (Nummer 9) war beim Auswärtssieg in Uhingen mit zehn Treffern erfolgreichster Werfer der SHB. © Foto: Foto: Jennifer Räpple
Edgar Deibert 29.03.2013
Der ganze Landkreis lässt am Osterwochenende das Handballspielen sein. Der ganze? Nein, zwei unbeugsame Vereine bilden die Ausnahme: Die SHB und der TV Brenz treffen Samstag Abend im Derby aufeinander (19.30 Uhr, Bibrishalle).

Zwei Wochen Pause haben die Handballer der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim (SHB) hinter sich. Nun ja, nicht die gesamte Mannschaft. Neben Dennis Wurelly durfte auch Trainer Sandro Jooß am vergangenen Samstag mit einer Kreisauswahl zugunsten des Joachim-Deckarm-Fonds gegen ein DHB-All-Star-Team antreten. „Das hat richtig Spaß gemacht, gegen die Idole der eigenen Jugend anzutreten und Daniel Stephan als Gegenspieler zu haben“, erzählt Jooß.

Doch nach der Kür folgt Samstag Abend gegen den TV Brenz die Pflicht (19.30 Uhr, Bibrishalle). Zwar sind die SHBler als Tabellenfünfter frei von allen Sorgen, dennoch gab es zuletzt gegen drei Spitzenteams der Liga drei Niederlagen (Gerhausen, Laupheim und Steinheim). Daher habe sich die Mannschaft ein internes Ziel gegeben: „Die Jungs haben sich zusammengesetzt und wollen es allen – insbesondere den eigenen Fans – zeigen, was sie können“, erklärt Jooß.

Dafür hat die SHB auch am gestrigen Karfreitag einmal trainiert. „Wir werden bis zum Schluss noch einmal durchziehen“, so der SHB-Coach. „Das soll auch ein Dank an unsere Zuschauer sein“, fügt der 29-Jährige erklärend an.

Auf so viele Derbys (in dieser Saison hat jeder Verein aus dem Landkreis sechs zu bestreiten) werden die Handballer des TV Brenz in Zukunft verzichten müssen. Die Niederlage gegen die TSG Schnaitheim am vergangenen Wochenende besiegelte den Brenzer Abstieg aus der Landes- in die Bezirksliga. „Die Enttäuschung darüber ist natürlich riesig“, sagt Richard Moser. „Doch wir hätten mit mehr Willen dagegen ankämpfen müssen“, fügt der Trainer des TV Brenz rückblickend auf das 21:28 gegen die TSG an.

Nach einer Art „Regenerationswoche“ erwartet der 52-Jährige, dass seine Mannschaft „recht ausgeruht“ in die Begegnung gegen die SHB geht. „Das allein ist ja eigentlich Motivation genug“, sagt Moser. Für zusätzlichen Schub könnte die Tatsache sorgen, dass der TV Brenz bisher in allen fünf Derbys mit seiner Beteiligung als Verlierer den Platz verlassen musste. Im Hinspiel etwa siegte die SHB mit 32:28.

Verzichten müssen die Brenzer am Samstag wohl auf Patrick Chaudhari, der sich im Benefizspiel gegen das DHB-All-Star-Team den Fuß vertreten, einen Tag drauf gegen Schnaitheim jedoch noch mit einem Tape gespielt hat. Auch hinter dem Einsatz von Armin Schweigardt (Probleme mit dem Daumen) steht ein Fragezeichen, Pascal Röhm ist aus beruflichen Gründen verhindert.