KOMMENTAR: Bye bye, London!

THOMAS GRUBER 26.01.2012

Um ein Haar hätte das deutsche Handball-Nationalteam nach Jahren der Tristesse endlich wieder den Sprung in ein Halbfinale eines Großereignisses geschafft. Die nach Fußball wichtigste Mannschaftssportart hat trotz des Scheiterns und der verpassten Olympia-Qualifikation einen Sprung nach vorne gemacht. Der Auftritt bei der EM war von positiven Merkmalen gezeichnet, auch wenn nun Olympia in London vom Fernseher aus verfolgt werden muss. Trainer Martin Heuberger, der beim Auftaktspiel gegen Tschechien noch taktische Mängel erkennen ließ, hat im Laufe des Turniers durch sein Fachwissen überzeugt.

Der DHB-Auswahl hat der Badener neues Leben eingehaucht. Der Prozess des Umbruchs wird aber Zeit benötigen, die sollte Heuberger gegeben werden. Lobenswert war, wie sich das Team nach dem Scheitern präsentiert hat. Da wurde nicht etwa an den deutlich einseitig verteilten Zeitstrafen herum palavert. Es war ein guter Auftritt eines Teams, das nicht gut genug war. Noch nicht.