Frauenhandball Keine Lust auf eine Überraschung

Anja Brugger und Coach Knezevic setzen auf Sieg.
Anja Brugger und Coach Knezevic setzen auf Sieg. © Foto: Peter Poller
Göppingen / Frank Höhmann 15.09.2018

Überraschungen im Sport sind schön. Meistens jedenfalls. Hin und wieder gibt es auch unliebsame. Wenn man den Gegner nicht ernst genug nimmt oder sich irgendwann zu sicher fühlt und glaubt, dass eigentlich nichts mehr schiefgehen kann. Das wollen die Frisch-Auf-Frauen heute Abend um 19 Uhr vermeiden und gehen deshalb höchst konzentriert in ihr erstes Heimspiel in der EWS-Arena gegen den SV Union Halle-Neustadt. „Den Gegner kennen wir noch nicht. Mal sehen, was uns erwartet“, sagt Rechtsaußen Anja Brugger.

Die Euphorie bei den „Wildcats“ ist groß, die als einziger Zweitligist in die höchste deutsche Spielklasse aufsteigen wollten und diesen Aufstieg als Zweitplatzierter hinter Meister Rosengarten-Buchholz auch sportlich rechtfertigten. Sie mussten aber bereits im ersten Heimspiel erkennen, welch rauer Wind in der Bundesliga weht. Gegen Pokalsieger VfL Oldenburg bezog das Team von Trainerin Tanja Logvin eine 29:39-Schlappe. Frisch Auf dagegen startete mit dem 26:26 in Dortmund vielversprechend, auch wenn dem Team von Trainer und Geschäftsführer Aleksandar Knezevic der Sieg in letzter Sekunde entrissen wurde. „Es war mehr drin“, blickt Anja Brugger zurück, „aber es wird auch nicht jeder in Dortmund einen Punkt holen.“

Frisch Auf, warnt der Coach, darf Halle nicht unterschätzen. „Neue Mannschaften wollen sich immer beweisen, aber wir nehmen unsere leichte Favoritenrolle an und wollen nach den 60 Minuten einen Heimsieg feiern“, erklärt Knezevic. Einige Spielerinnen waren unter der Woche angeschlagen, sollten sich aber rechtzeitig fit melden. Nach weiteren Trainingseinheiten dürfte auch Prudence Kinlend bald ihre alte Dynamik wiedererlangt haben. Annika Blanke vertrat sie glänzend und warf in Dortmund sieben Tore. Darauf kommt es nicht alleine an. „Wir benötigen wieder eine starke Abwehr“, betont Anja Brugger. Gelingt diese, dürfte den Göppingerinnen keine böse Überraschung drohen, sondern vielmehr der erste Heimsieg gelingen. „Wir sind bereit dafür“, sagt Knezevic. Frank Höhmann

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