Kein Linkshänder im Rückraum

Bei acht Söflinger Spielern ist die Zukunft noch ungewiss. Foto: Könneke
Bei acht Söflinger Spielern ist die Zukunft noch ungewiss. Foto: Könneke
MANUELA HARANT 11.04.2012
Fleißig hat sich Handball-Drittligist TSG Söflingen zuletzt nicht nur auf dem Feld gezeigt. Der Kader für die kommende Saison ist schon jetzt gut bestückt. Allerdings nicht auf allen Positionen. Ein Überblick.

Um das Gesicht der künftigen Söflinger Dritt- oder Viertligamannschaft zu sehen, braucht sechs Spieltage vor Saisonschluss in der dritten Handball-Liga keiner in die Glaskugel zu schauen. Mit zehn Akteuren hat TSG-Handballchef Uli Gebhard bereits Verträge geschlossen oder verlängert - unabhängig vom Klassenerhalt. Bei acht aktuellen TSG-Spielern ist der weitere Weg noch offen, drei haben bereits ihren Abschied zur Sommerpause bekannt gegeben. Auf zwei Positionen besteht bei den Söflinger Handballern noch Handlungsbedarf.

Während TSG-Trainer Gabor Czako bereits heute auf der linken Rückraumseite massig Auswahlmöglichkeiten hätte, sieht es rechts noch mau aus: Alexander Schramm bleibt der TSG auf Halbrechts zwar erhalten, ist aber Rechtshänder. Und ob der bislang einzige Linkshänder im Rückraum, Martin Fiedler, der TSG erhalten bleibt, ist fraglich. Der 33-Jährige hat bereits angekündigt, ab der Sommerpause wieder mehr für seine Familie da sein zu wollen.

"Aktuell suchen wir noch nach einem Linkshänder. Allerdings ist uns nicht bange davor, die kommende Saison nur mit Rechtshändern im Rückraum zu bestreiten", sagt Uli Gebhard. TSG-Coach Gabor Czako müsste das Team dann eben taktisch darauf einstellen. Ebenfalls offen ist noch, ob der 19 Jahre junge Constantin Striebel ein weiteres Jahr als Ersatzmann für Spielmacher Simon Dürner spielen will. "Ich glaube aber schon, dass er bleibt", meint Gebhard.

Auf der rechten Angriffsseite ist der Weggang von Kapitän Stefan Klaus durch die Verpflichtung von Markus Hellmann (Blaustein) kompensiert worden. Allerdings mangelt es der TSG Linksaußen noch an Flexibilität: Philipp Eberhardt kann diese Position zwar spielen, war zuletzt aber am Kreis aktiv. Zumal die Unterschrift des aktuellen Stamm-Kreisläufers, Alexander Schmid, noch aussteht. Sollte Ersatzmann Lukas Baumgarten seine zuletzt überzeugenden Leistungen jedoch halten, wäre Eberhardt als Nachfolger von Linksaußen Roland Kroll eine starke Alternative. Ob Christoph Mezger dann den zweiten Mann hinter dem Noch-Balinger mimt oder Gebhard noch einen der linken Angreifer holt, "mit denen wir in Gesprächen stehen", hängt davon ab, ob Mezger einen Arbeitsplatz in Ulm bekommt. "Dann würde er sicher bei uns bleiben. Hier ist aber noch nichts entschieden", berichtet der TSG-Manager.

Ebenso ist noch offen, wer Torhüter neben dem vergangene Woche verpflichteten Samuel Beha wird. Mit beiden bestehenden Söflinger Schlussmännern kann sich die TSG eine weitere Saison vorstellen. "Markus Brodbeck hat sein Bleiben als möglich bezeichnet, allerdings hängt dies noch von beruflichen Faktoren ab", gibt Gebhard den aktuellen Wasserstand bei dieser Personalie an. Sollten sich er und Manuel Weinbuch zur TSG bekennen, hätte Gebhard die Qual der Wahl. "Allerdings warten wir auch nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag." Soll heißen: Die TSG sucht weiter nach einem zweiten Schlussmann.

Das Grundgerüst steht also. Bei allen Wackelkandidaten wird auch eine Rolle spielen, in welcher Liga die Söflinger künftig antreten. Dies entscheidet sich spätestens nach den möglichen Relegationsspielen im Falle des Rückzugs eines Ligakonkurrenten Ende Mai. Dann sollte auch das letzte Argument pro oder contra Söflingen gefallen sein.

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