Jetzt fehlt nur noch ein Punkt zum Aufstieg

Florian Möck, Simon Tölke, Robin Keupp, Moritz Hipp, Lukas List, Marc Breckel und Wolfgang Bayer (v. li.) feiern den VfL-Sieg.
Florian Möck, Simon Tölke, Robin Keupp, Moritz Hipp, Lukas List, Marc Breckel und Wolfgang Bayer (v. li.) feiern den VfL-Sieg.
WOLFGANG GATTIKER 16.03.2015
Nach dem klaren 32:21-Sieg gegen den Neuling TSV Deizisau, dem 16. Sieg in Folge, hat der VfL Pfullingen bei sechs ausstehenden Spielen elf Punkte Vorsprung auf den Nichtaufstiegsplatz, benötigt also noch einen.

Das Team gefiel nach zähem Beginn auch ohne den verletzten Marc Breckel. Jonas Friedrich zeigte eine Gala-Vorstellung auf Linksaußen und auch Moritz Hipp hat sich positiv weiterentwickelt. Deshalb bekamen beide von Trainer Till Fernow in der Pressekonferenz ein Lob: "Die zwei haben sich gut entwickelt, sind sehr fleißig, das war schon klasse."

Natürlich war es ein Sieg des Kollektivs, kein Team hat einen so ausgeglichen besetzten Kader. Dazu hat man den Top-Torwart der Liga: Simon Tölke zeigte 19 Paraden, hielt drei Siebenmeter - Bestnote. In der Schlussphase durfte auch Oldie Wolfgang Bayer noch einige Bälle abwehren. Der Gast führte 1:0, ehe der VfL auf 5:1 wegzog, dann sich aber einige Flüchtigkeitsfehler leistete, aber nicht nervös wurde. Über 7:5 ging es zum 10:10 in der 26. Minute. Das gefiel den Jungs nicht. Sie legten einen 11:1-Lauf hin, Deizisau hatte zehn Minuten nicht getroffen, erzielte in der zweiten Halbzeit in 15 Minuten zwei Törchen. Der Spitzenreiter hatte auf ICE-Tempo umgeschaltet, die Gegenstöße saßen wie die Anspiele an den Kreis zu Hiller oder Hipp, Tölke leitete ein Tor mit 30-Meter-Pass ein. Es klappte alles: 21:11. Der Abwehrverbund stand sicher, man bewegte sich sehr gut, verschob - das war Handball mit Gütesiegel. Fernow wechselte flott durch, alle Spieler trafen, auch Wolf, der nach Zusage auftrumpfte, dann eine zu harte rote Karte sah. 26:18, dann 28:20, 30:21 und mit einem Elf-Tore-Vorsprung beim 32:21-Endstand war die Revanche für die Hinspiel-Niederlage gelungen und zwar eindrucksvoll.

Man wartete auf das Pforzheimer Ergebnis, denn bei Niederlage gegen Wangen wäre der VfL oben gewesen. Doch es gab ein 24:24 - ein Tor fehlte zum Aufstieg, der um eine Woche verschoben wurde. Micha Thiemann: "Wir taten uns schwer, weil Deizisau eine unangenehme Abwehr spielt. Wir haben eine breite Bank, stehen stabil und haben einen Super-Torwart dahinter. Da kann man Würfe durchlassen, der Tölke hält sie." Thiemann ist mit 24 der älteste - unfassbar. Florian Möck: "Nun rede ich auch von Aufstieg, der ist nicht mehr zu verhindern. Wir haben ein geiles Team mit einem geilen Torwart."

Till Fernow hatte gehofft, denn ein Wangener Tor mehr hätte den Aufstieg bedeutet, er freute sich über die Leidenschaft und den Siegeswillen, den seine Jungs an den Tag legten: "Wir spielten extrem leidenschaftlich. Die Gäste halfen uns im Oktober, denn nach der Niederlage kam unsere Entwicklung. Wir hielten das Tempo hoch, da wurde Deizisau müde. Die Rotation klappte toll. Unsere Etappenziele wurden erfüllt."

TSV-Coach Mike Wolz meinte: "Das war eine Gala-Vorstellung der Gastgeber, Gratulation zum verdienten Aufstieg. Der VfL hatte Power, ich wusste auch beim 10:10, dass wir keine Chance haben. Pfullingen war geistig und körperlich besser. Wir wollen drinbleiben, der VfL spielt in der 3. Liga, hat sich toll entwickelt."

So spielten sie

VfL Pfullingen: Tölke, Bayer - Wolf (1), Keupp (2), Hipp (3), Thiemann (1), Jabot (3), Möck (3), Friedrich (7), Klingler (4/1), Hertwig (2), Hiller (2), List (4).

TSV Deizisau: Kehle, Groß - Adelt (2), Kühl, Gänzle (1), Prinz (2), Eisele (3/1), Neusser (3), Kleefeld (3/2), Teske (4), Lohmann (3).

Zuschauer: 900 (in der App-Halle).

Schiedsrichter: Elischer/Brentrup (Kuchen).

Siebenmeter: VfL verwandelte beide, TSV scheiterte drei Mal.

Rot: Wolf ( 51.).

Zeitstrafen: VfL acht Minuten - TSV zwölf.