Trainer Jeremias Rose wird neuer Trainer der TSG-Handballer

In Aktion: Jeremias Rose (am Ball) spielt noch beim Württembergligisten TSV Blaustein. Ab der kommenden Saison trainiert der 30-Jährige die Handballer der TSG Schnaitheim.
In Aktion: Jeremias Rose (am Ball) spielt noch beim Württembergligisten TSV Blaustein. Ab der kommenden Saison trainiert der 30-Jährige die Handballer der TSG Schnaitheim.
Schnaitheim / Edgar Deibert 12.03.2013
Aufbruchstimmung bei der TSG Schnaitheim – trotz Abstiegskampfs: Mit Jeremias Rose bekommen die Landesliga-Handballer in der kommenden Saison einen Trainer, der einen steilen Aufstieg hinter sich hat. Begonnen hat die sportliche Karriere des 30-Jährigen jedoch in der Schnaitheimer Jugend.

Die Handball-Saison geht in ihre entscheidende Phase. Jetzt einen Nachfolger für den aktuellen Trainer bekanntzugeben, ist heikel. Das ist auch Jeremias Rose bewusst. Ab der kommenden Spielzeit wird der 30-Jährige neuer Coach der Landesliga-Handballer der TSG Schnaitheim und betont: „Einmischen werde ich mich in den letzten Spielen sicherlich nicht. Das Team braucht Ruhe, um den Klassenerhalt zu sichern.“

Mit Thomas Feil, dem Trainer des Herrenteams, der zugleich auch die Handballdamen betreut, habe es ein offenes Gespräch gegeben. „Goddi (Thomas Feils Spitzname) hat mir klar gesagt, dass die Doppelbelastung für ihn zu groß ist. Zuerst habe ich ihm ja angeboten, sein Co-Trainer zu werden“, so Rose.

Kontakt hat sich intensiviert

Vor zwei Jahren habe sich der Kontakt zur TSG Schnaitheim intensiviert, sagt Jeremias Rose, der Spieler wie Florian Racs oder Daniel Köpf, den sportlichen Leiter der Handballabteilung, noch aus der Jugend kennt. „Damals haben wir ja noch zusammen gespielt und haben seitdem ein sehr vertrauensvolles Verhältnis“, betont Köpf.

Beim TV Neuhausen hat sich Rose nach dem Aufstieg in die Bundesliga gegen eine Vertragsverlängerung entschieden. „Mir war klar, dass ich nicht so lange spielen möchte, bis es körperlich nicht mehr geht“, erklärt der gebürtige Dettenhausener (Landkreis Tübingen). Zudem wäre der Zeitaufwand in der Bundesliga – besonders bei Auswärtsspielen – enorm gewesen, sagt Rose. „Das wollte ich meiner Freundin nicht mehr zumuten.“

Inzwischen ist das Paar verlobt und hat ein gemeinsames Zuhause in Steinheim bezogen. Nach einem weiteren Wechsel zum Württembergligisten TSV Blaustein schließt sich in der kommenden Saison der Kreis: Jeremias Rose kehrt zur TSG Schnaitheim zurück.

In Schnaitheim begann die sportliche Karriere

Hier begann seine sportliche Karriere. 1992 zog die Familie Rose nach Heidenheim, Vater Christian wurde Pfarrer an der Pauluskirche. Bis zur B-Jugend spielte Jeremias in der Jugend der TSG, bevor es für die seine Familie 1998 weiter nach Sachsenheim (Vorort von Bietigheim) ging. In Ludwigsburg wurde Christian Rose Rektor der evangelischen Hochschule Karlshöhe (inzwischen ist Prof. Dr. Christian Rose Prälat in Reutlingen). Jeremias spielte weiter Handball und schaffte nach mehreren Aufstiegen mit Bietigheim-Metterzimmern 2005 den Sprung in die 2. Bundesliga, mit Neuhausen ging's schließlich gar ins Oberhaus. Von der TSG in die 1. Liga also. „Da war aber auch etwas Glück dabei“, sagt Rose bescheiden.

Dem Bachelor in Mechatronik (Abschluss im Juli) wird er entweder den Master folgen lassen (drei Semester, entweder in Ulm oder in Aalen) oder gleich als Mechatroniker arbeiten. „Ich habe von Anfang an mein Augenmerk auf die Ausbildung gelegt“, erklärt der Rechtsaußen, der guter Dinge ist, dass er in der kommenden Spielzeit mit den TSG-Herren erneut in der Landesliga antreten wird. „Ein Abstieg wäre zwar kein Beinbruch. Aber in der Mannschaft steckt sehr viel Potenzial“, erklärt Rose.

Abstieg hin oder her, der Kern des Teams werde zusammenbleiben, betont unterdessen Daniel Köpf. „Falls es doch in die Bezirksliga gehen sollte, wäre der sofortige Wiederaufstieg natürlich unser Ziel“, fügt der 34-Jährige an, der seit drei Jahren zum Vorstand Handballabteilung gehört.

Doch egal welche Spielklasse, der zukünftige Trainer Jeremias Rose möchte in der kommenden Saison nur als Betreuer an der Seitenlinie stehen. „Ich will kein Spielertrainer sein. Das ist zwar sehr reizvoll, doch aus gesundheitlichen Gründen möchte ich das lieber nicht.“

Info Am Samstag empfängt die TSG Schnaitheim in der Ballspielhalle Winzingen Wißgoldingen (19.30 Uhr).

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