Handball HSG Langenau untermauert Aufstiegsambitionen

Kein Durchkommen gegen eine starke Langenauer Abwehr: Daniel Bux  beim Wurfversuch.
Kein Durchkommen gegen eine starke Langenauer Abwehr: Daniel Bux beim Wurfversuch. © Foto: Rudi Apprich
Gerhausen/Langenau / Manuela Harant 16.04.2018

Jochen Trinkner kam aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr heraus. „Derbys sind dieses Jahr wirklich nicht unsere Sache“, sagte der Coach des TV Gerhausen nach der üblen 21:33-Klatsche gegen die HSG Langenau/Elchingen. Waren es beim 24:34 im Hinspiel noch zehn Tore Unterschied, so waren es am Samstag deren zwölf. Und das, obwohl auch die HSG-Schützen viele Male Aluminium getroffen hatten. „Ich bin nur froh, dass wir nächstes Jahr auch in der Württembergliga dabei sind, und dann wollen wir unseren Zuschauern wieder richtige Derbys bieten“, versprach Trinkner, unter einer Voraussetzung: „Wenn Langenau dann noch dabei ist.“

Denn die HSG untermauerte vor mäßiger Derbykulisse von rund 300 Zuschauern, dass sie den Kampf um Relegationsplatz zwei aufgenommen hat. „Wir nehmen diese zwei Extra-Spiele auf jeden Fall mit – und dann kommt hoffentlich wieder unser Sieger-Biber zum Einsatz“, lautete die euphorisierte Kampfansage von HSG-Spielmacher Felix Junginger. Der ausgestopfte Nager ist das geheime Maskottchen der HSG und wird bei jedem Aufstieg ausgepackt und verehrt. Junginger (7 Treffer) machte nach einigen Verletzungsproblemen in dieser Saison ebenso ein starkes Spiel wie Kreisläufer Jan Schaden, der zum ersten Mal seit knapp zwei Monaten wieder auf dem Feld stand.

Renner verletzt sich

Abgesehen von der nahezu makellosen Leistung der HSG gab es jedoch einen großen Wermutstropfen in diesem insgesamt sehr fairen Derby: Langenaus Rechtsaußen Philipp Renner  verletzte sich schon früh in der Partie bei seinem Treffer zum 6:1, als er nach dem Wurf bei der Landung auf dem Fuß eines Gegenspielers aufkam. Ein angeschwollener Knöchel deutete auf eine Bänderverletzung hin, so dass die Saison für den Linkshänder beendet sein dürfte. Ein herber Verlust, der dem dominanten Auftreten der Langenauer in der Blaubeurer Dieter-Baumann-Halle aber keinen Abbruch tat.

Über 6:10 und 8:14 ging es mit 12:17 aus Sicht der Gastgeber in die Pause. Ab der 40. Minute zog die HSG dann noch einmal das Tempo an, während Gerhausen anfing, sich mit Zwei-Minuten-Strafen noch zusätzlich zu schwächen. Die Folge waren  das 16:25 in der 48. und das 19:29 in der 53. Minute. Weil die Langenauer aber bis zur letzten Sekunde nicht locker ließen, war für die auf der Bank nicht nur zahlenmäßig schwächer besetzten Gerhauser auch kein Herankommen mehr möglich. Für die HSG waren es insgesamt zwei recht locker erspielte Punkte im Kampf um Platz zwei.

Endspiel bahnt sich an

Da allerdings SKV Unterensingen (35:13 Punkte) und TSV Heiningen (33:15) ihre Spiele erwartungsgemäß ebenfalls gewannen, bleibt das Rennen um den Relegationsplatz wohl bis zum Ende der Saison am 1. Mai spannend. Zumal die Langenauer (32:14) noch eine Partie weniger absolviert haben als die direkten Konkurrenten. Und weil sich am letzten Spieltag die HSG und Heiningen direkt gegenüber stehen, könnte der diesjährige Vatertag zum großen Showdown um den Aufstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga werden.

Die Torstatistik der Württembergligisten

TV Gerhausen: Schnepf 8, Deckwitz 6, Peter Mayer 3/3, Mattheis, U. Mayer, Sigg, Bux je 1.

HSG Langenau/Elchingen: Junginger 7, Schenk 5, Buntz, Schorn je 4, Schaden 4/2, Renner, Mannes je 2, Braun 2/1, Buck, Heinrich, Meiners je 1.