Hannover-Burgdorf ist zurück im Abstiegskampf

Der Ex-Göppinger Adam Weiner steht in Hannover im Tor. Foto: Archiv
Der Ex-Göppinger Adam Weiner steht in Hannover im Tor. Foto: Archiv
RONALD MAIER 02.05.2012
Mit ambitionierten Zielen war die TSV Hannover-Burgdorf in die Liga gestartet. Nach Monaten im Mittelfeld steckt sie im Abstiegskampf.

Die TSV Hannover-Burgdorf hatte sich für die laufende Saison große Ziele gesteckt. Der Kader wurde im Vergleich zum Vorjahr punktuell verstärkt, insbesondere vom 25-jährigen Csaba Szücs im Rückraum versprachen sich die Niedersachsen neue Impulse.

Ein weiterer Neuzugang kam mit Torhüter Adam Weiner von Frisch Auf Göppingen, er war damit bereits der vierte Torhüter im Hannoveraner Kader. Neben dem Nachwuchsmann Malte Semisch standen nämlich Nenad Puljezevic und Nikolas Katsigiannis unter Vertrag. Allerdings hat Katsigiannis, der im Sommer 2010 bereits zur Deutschen Nationalmannschaft gehörte, bislang kein Spiel für seinen Verein bestritten. Er verletzte sich vor fast zwei Jahren im vorletzten Spiel bei seinem alten Club GWD Minden am vorderen Kreuzband. Immer wieder ergaben sich Komplikationen, so dass inzwischen vier Operationen notwendig waren.

Jetzt scheint aber ein Ende der Leidenszeit in Sicht, Katsigiannis hofft, die Vorbereitung auf die kommende Saison wieder aktiv bestreiten zu können. Dann aber nicht bei der TSV Hannover-Burgdorf, dort hat Geschäftsführer Benjamin Chatton, bis zum letzten Sommer noch bei der HBW Balingen-Weilstetten, den auslaufenden Vertrag wie auch den von Weiner nicht verlängert. Stattdessen holte er Martin Ziemer aus Balingen nach. Die Kaderplanungen der Niedersachsen sind ohnehin recht weit fortgeschritten, neben Ziemer kommt auch Kreisläufer Joakim Hykkerud von Drammen HK aus Norwegen. Der Transfercoup gelang dann vorletzte Woche, als Tamás Mocsai von der SG Flensburg-Handewitt für den rechten Rückraum verpflichtet wurde.

Damit steht der Kader für die kommende Spielzeit zwar schon weitgehend, noch offen ist aber die Klassenzugehörigkeit. Eigentlich hatten sich die Hannoveraner im hinteren, aber sicheren Mittelfeld festgesetzt. Der 33:32-Heimsieg über die Rhein-Neckar-Löwen hatte am dritten Spieltag darüber hinaus aufhorchen lassen.

Verletzungssorgen führten dann aber zu fehlender Konstanz im Spiel der TSV Hannover-Burgdorf. Gegen den Aufsteiger und designierten Absteiger TV Hüttenberg gelang beispielsweise in beiden Partien nur ein Unentschieden. Inzwischen sind die Niedersachsen seit Anfang März sieglos und stehen mit 20 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz.

Bei fünf ausstehenden Spielen beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz zwar aktuell fünf Punkte, allerdings präsentieren sich die Verfolger inzwischen deutlich stabiler. Zumal man es erfahrungsgemäß nicht auf die letzten Spieltage ankommen lassen sollte, hier gibt es alljährlich überraschende Ergebnisse. Insofern beobachtet man in Hannover auch den Ausgang der Göppinger Revision im Fall Klimovets ganz besonders. Eine Umverteilung der Punkte zu Ungunsten der Wetzlarer wäre für Burgdorf fast der sichere Klassenerhalt. Ein Heimsieg am heutigen Mittwoch gegen Göppingen ebenso.