Handballerin hat ihre Berufung gefunden Ein Tag mit Jasmina Jankovic

Torhüterin Jasmina Jankovic arbeitet in einem Fitnessstudio.
Torhüterin Jasmina Jankovic arbeitet in einem Fitnessstudio.
HOLGER RIEGEL 15.09.2012
Jeweils einen Tag lang hat die NWZ die Erstliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen begleitet. Heute: Torhüterin Jasmina Jankovic.

Um 6.30 Uhr klingelt der Wecker von Jasmina Jankovic. Für die Torhüterin der Frisch Auf Frauen ist Aufstehen angesagt, ein langer Tag beginnt.

Eine Stunde hat sie nun Zeit, bis es zur Arbeit in ein Göppinger Fitnessstudio geht. Es ist Mittwoch und bedeutet, dass Jasmina zunächst an der eigenen Kraft arbeitet. Etwa anderthalb Stunden bewegt die Niederländerin die Gewichte, ehe sie in den vielfältigen Arbeitstag startet.

"Jasmina ist in alle Aufgaben im Studiobetrieb eingebunden", erklärt Chef Alexander Thieß, der seit vielen Jahren bei den Erstliga-Handballerinnen als Physiotherapeut dabei ist. So steht um 9 Uhr zunächst ein Kursprogramm an. Wieder Bewegung. Es folgen Probetrainings mit neuen Interessenten oder die Ausarbeitung von Trainingsplänen für Mitglieder. Zwischendurch wird auch der Service rund um die sportliche Kundschaft erledigt. Hier ein Fitnessdrink, da eine kurze Korrektur bei der Ausführung einer Übung, dort motivierende Worte. "JJ" geht in ihrer Aufgabe voll auf.

"Der Umgang mit den Menschen macht unheimlich viel Spaß", sagt die Torhüterin, die vor allem vom breiten Spektrum der Mitglieder begeistert ist. "Von jung bis alt, von Patienten mit schweren gesundheitlichen Problemen bis hin zu Spitzensportlern, hinter jedem steckt eine Geschichte, und das ist beeindruckend und interessant", beschreibt Jasmina Jankovic.

Die Erfahrung im Studio hat die 25-Jährige nun auch zu einem Wechsel ihres Berufswunsches inspiriert. War zunächst BWL und Marketing im Fokus, steht sie nun kurz vor dem Abschluss des Fernstudiums zum Fitnesstrainer und hat die Weiterbildung zum "Personal Coach" bereits fest im Blick. "Dieser Job passt einfach zu mir", sagt sie. Dies bestätigt auch Thieß: "Jasmina lebt diese Tätigkeit, ist beliebt im Team und bei den Mitgliedern. Wenn es nach mir geht, kann sie noch ewig bei den Frauen spielen und bei mir arbeiten", macht der Studioinhaber keinen Hehl daraus, wie zufrieden er mit seiner Mitarbeiterin ist.

Inzwischen ist es Mittag, Pause ist angesagt. Bis 15.30 Uhr hat sie nun frei, ehe es zur zweiten Schicht ins Studio geht. Die endet dann um sechs. Doch Feierabend ist noch lange nicht. Eine Stunde bleibt bis zum Trainingsbeginn in der EWS-Arena, das reicht für das Packen der Tasche und dem Verzehr einer Banane. Bis 20.30 Uhr geht die Übungseinheit, und es dauert fast eine weitere Stunde, ehe der Arbeitstag endet. Meist gehts dann nach Hause. Der Wecker für den nächsten Morgen ist bereits gestellt.

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