Handball Handball: Die Rechnerei beginnt

Ulm / swp 17.03.2017

So langsam biegen die Viertliga-Handballer auf die Zielgerade der Saison ein. Schon der 24. von insgesamt 30 Spieltagen steht am Wochenende an. Die neue Nummer 1 im Bezirk, der TSV Blaustein, hat dabei heute ein Heimspiel gegen den TSV Neuhausen/F., die TSG Söflingen spielt nicht schon wieder gegen den TV Plochingen, aber muss am Sonntag zum TSV Deizisau, der kräftig im Abstiegsstrudel steckt und jeden Zähler dringend benötigt.

Nach der deutlichen Niederlage in Herrenberg braucht der TSV Blaustein auch etwas Glück, um gegen den klar favorisierten Tabellenzweiten sich Chancen auszurechnen. Im Hinspiel unterlagen die Jungs von der Blau deutlich mit 23:31 und somit verteilte Tim Graf  im Abschlusstraining die Rollen: „Neuhausen ist für uns der klare Favorit, aber vielleicht können wir vor einer stimmungsvollen, heimischen Kulisse für eine Überraschung sorgen.“

Söflingens Noch-Handball-Manager Uli Gebhard hat den Punktverlust gegen Schwäbisch Gmünd immer noch nicht verdaut: „Einigkeit in der Leistungsbeurteilung unmittelbar nach dem Abpfiff ist kein Grundgesetz. Einen Grundrechtsverstoß kann es also nicht bedeuten, wenn meine Gefühlslage nach dem Heimspiel gegen Schwäbisch Gmünd eine andere als die des Trainers war“, resümiert Gebhard nach wie vor. Gabor Czako habe Stolz auf seine Mannschaft zum Ausdruck gebracht und diesen mit dem zeitweise hohen Vorsprung gegen den favorisierten Gegner sowie mit der starken Moral begründet, nach einem wiederholten Rückstand in der zweiten Hälfte das Unentschieden geschafft zu haben. Gebhard spricht mal wieder Klartext: „Und trotzdem gehört zum Stolz nach meinem Gefühl auch die berechtigte Enttäuschung darüber, dass es unsere Mannschaft nach einem wiederholten Vorsprung um sage und schreibe acht Treffer in der 35. und 36. und von immerhin noch sieben Toren in der 40. Minute nicht geschafft hat, aus einer so prächtigen Anlage auch Kapital zu schlagen. So sehr die Leistung gegen den Favoriten die Mannschaft stolz gemacht hat, so war es am Ende eben doch enttäuschend, dass ein Sieg nicht herausgesprungen ist.“

Dann nimmt Gebhard den Rechenschieber zur Hand. „Des Rechnens mächtige Menschen haben ermittelt, dass für den Klassenverbleib mindestens 26 Punkte von Nöten sein werden. Diese Marke war jedenfalls die Sollbruchstelle in den letzten Jahren. Derzeit haben wir 21 davon. Aus den verbleibenden sieben Spielen brauchen wir nach Adam Riese also noch fünf Punkte.“ Ein Nervenkitzel bis zum Schluss schadet der Gesundheit, daher wäre es wichtig, gleich in Deizisau zu punkten.

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