Handball Handball: Lehr und Burlafingen haben dieselben Ziele

Härtetest gleich zum Saisonstart: Wie immer wird im Württembergliga-Derby zwischen dem SC Lehr und der SG Burlafingen/Ulm ordentlich zugepackt werden.
Härtetest gleich zum Saisonstart: Wie immer wird im Württembergliga-Derby zwischen dem SC Lehr und der SG Burlafingen/Ulm ordentlich zugepackt werden. © Foto: Matthias Kessler
Lehr/Burlafingen / Von Sebastian Schmid 15.09.2018

Der Pokal ist Vergangenheit, jetzt beginnt der Ernst der Saison. Nachdem sich die Dauerrivalen SC Lehr und SG Burlafingen/Ulm bereits vergangene Woche gegenüberstanden, kommt es morgen gleich zum Württembergliga-Start zum nächsten Nachbarschaftsduell. Dem 28:23-Erfolg der SG nach Verlängerung in der ersten HVW-Pokalrunde messen beide Trainer keine große Bedeutung mehr zu.

Vor allem, weil das Gesicht der Burlafinger beim Gastspiel in der Halle Nord (15.30 Uhr) ein komplett anderes sein wird. Gleich auf acht Spielerinnen musste Ralph Pfeiffer aus Urlaubsgründen beim Heimsieg verzichten. Dass seine Mannschaft nun aber der große Favorit ist, sieht der SG-Coach nicht: „Das wird ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Tagesform den Unterschied ausmachen wird.“ Mit „Leidenschaft und Kampf“ soll nicht nur morgen gewonnen werden, sondern auch das Saisonziel erreicht werden, das laut Pfeiffer heißt: „Die Klasse halten – egal wie.“

Fünf Abgänge sowie der Kreuzbandriss von Lorena Kilian sind eine schwere Bürde, auch wenn mit Franziska Kaupp vom TV Gerhausen sowie Iris Blankenship zwei starke Spielerinnen zum Team gestoßen sind. Die 32-Jährige, die zuletzt in der Dritten Liga für die HG Zirndorf spielte, ist aus beruflichen Gründen nach Pfuhl gezogen und bei der SG gelandet. Als „Glücksgriff“ sagt Pfeiffer.

A-Jugendliche sind gefordert

Was die Ziele angeht, unterscheiden sich die Rivalen nicht. Neben dem Derbysieg will auch SC-Trainer Stefan Arnold den Klassenerhalt schaffen. Im Pokal standen ihm nur zwei Ersatzspielerinnen zur Verfügung – und daran hat sich zum Ligaauftakt wenig geändert. Katrin Kirste und Rebecca Eigler fallen verletzungsbedingt längere Zeit aus. Jenny Tammer, die sich auf Weltreise begeben hat, wird hingegen durch Leonie Lorenz ersetzt, die wegen einer Schulterverletzung fast die gesamte letzte Saison verpasst hat. Zudem kehrt Karina Kilian nach einem Kreuzbandriss zurück.

Angesichts der Personalsituation ist Arnold gezwungen, auf den Nachwuchs zu setzen. „Wir werden unsere A-Jugendlichen wohl ins kalter Wasser werfen müssen.“ Wie sie damit zurechtkommen, können sie erstmals morgen im Derby zeigen.

TV Gerhausen: Mit neuem Trainer zu alter Stärke

Nachdem Philipp Gyaja aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand, haben die Landesliga-Handballerinnen des TV Gerhausen in Bernhard „Be“ Zeiler einen neuen Trainer gefunden. Mit ihm soll an die starke vergangene Saison angeknüpft werden, als die Aufstiegsrelegation nur um ein Tor verpasst wurde und der TV lediglich zwei Punkte Rückstand auf Meister Zizishausen hatte. Der Aufstieg muss dabei allerdings nicht zwingend herausspringen. Die Abgänge von Jana Glanz (hat aufgehört), Franziska Kaupp (Burlafingen) und Marie Prinz (Urach) soll mit Spielerinnen aus der eigenen A-Jugend aufgefangen werden. Zum Saisonauftakt kommt heute (18 Uhr) mit Neuffen ein Altbekannter in die Dieter-Baumann-Halle.

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