Handball Handball-Württembergliga: Schütz fällt mit Denguefieber aus

Max Schütz, der sich wohl in Singapur mit dem Denguefieber (unter anderem starke Gliederschmerzen) angesteckt hat, wird weiterhin ausfallen.
Max Schütz, der sich wohl in Singapur mit dem Denguefieber (unter anderem starke Gliederschmerzen) angesteckt hat, wird weiterhin ausfallen. © Foto: Rudi Weber
Edgar Deibert 13.10.2017
Trotz einiger personeller Ausfälle sieht sich die SHB gut aufgestellt. Kapitän Michael Kling kehrt am Samstag im Heimspiel gegen die HSG Fridingen/Mühlheim zurück.

Beim Namen des Gegners klingelt's sofort bei den SHB-Fans: Durch ein 25:25 bei der Handballspielgemeinschaft der beiden Städte Fridingen und Mühlheim (damals Vizemeister der Landesliga Staffel 2) machte die Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim (damals Vizemeister der Staffel 3) im Mai 2016 den Aufstieg in die Württembergliga über den Umweg Relegation perfekt.

Fridingen/Mühlheim blieb aber nicht lange in der Landesliga. Die Donautäler engagierten mit Mike Novakovic einen ehemaligen jugoslawischen Nationalspieler, der das Team in der vergangenen Saison zur Meisterschaft mit beeindruckenden 48:4 Punkten führte. Wohl auch dank der Aufstiegs-Euphorie tritt die HSG selbstbewusst auf und spielt auch in der Württembergliga eine gute Rolle. In bislang fünf Partien gab's drei Siege (alle in der heimischen Sepp-Hipp-Halle) bei zwei Niederlagen.

Während Fridingen/Mühlheim auf seiner Homepage schreibt, dass es beim Wiedersehen der beiden Teams am Samstag in der Bibrishalle (19.30 Uhr) durchaus noch „eine kleine Rechnung offen“ gebe, will Sandro Jooß die Situation vor knapp eineinhalb Jahren mit der heutigen nicht vergleichen. „Unser Kader hat sich seitdem relativ stark verändert. Bei ihnen sind zwar nur zwei Spieler weg, dafür haben sie einen neuen Trainer bekommen“, so der SHB-Coach.

Allerdings sei eines aber doch gleich geblieben: Daniel Hipp ist laut Jooß weiterhin Dreh- und Angelpunkt der HSG Fridingen/Mühlheim. So erzielte der Rückraumspieler am Mittwoch im Pokalspiel gegen Unterensingen sieben Tore aus dem Feld, dennoch verlor die HSG 29:32. Zudem schätzt Jooß den kommenden Gegner als einen kampfbetonten und damit unangenehmen Gegner ein, der gerne gleich zwischen drei Abwehrsystemen wechselt.

Doch auch die SHB ist sich ihrer Stärken bewusst. „Wenn unser Kader vollständig ist, wird es auch gegen uns für jeden Gegner schwer“, sagt Jooß. Allerdings musste der 33-Jährige auch in dieser Saison bislang ein ums andere Mal improvisieren, fielen doch immer wieder Leistungsträger aus.

So wird Max Schütz, der sich wohl in Singapur mit dem Denguefieber (unter anderem starke Gliederschmerzen) angesteckt hat, weiterhin ausfallen. Auch Torhüter Steffen Stängle (leichte Zerrung und Flüssigkeit im Knie) und Manuel Stelzer (Bänderanriss) stehen der SHB nicht zur Verfügung. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Hamza Bayik, bei dem ein kaputtes Band im Sprunggelenk diagnostiziert wurde.

Dagegen hat Michael Kling seit Anfang der Woche die Gewissheit, dass im Sprunggelenk nicht gebrochen oder gerissen ist. „Die Pause hat mir gut getan“, sagt der Kapitän, der sich freut, „auf die Platte“ zurückzukehren. Sein Team kenne sich dabei aus mit Ausfällen durch Verletzungen. „Wir sind definitiv keine Mannschaft, die deswegen jammert. Unser Kader ist stark genug. Da machen wir uns keine Gedanken darüber“, betont Kling.

Sein Trainer sieht es ähnlich. „Bei uns ist die Durchlässigkeit bis in die A-Jugend sehr hoch“, sagt Sandro Jooß. Soll heißen: Sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Mannschaft und in der A-Jugend werden die gleichen zwei Abwehrformationen und auch die gleichen Angriffsmuster gespielt. Auch die Kommandos und Anweisungen sind die gleichen.

Pascal Mailänder rückt auf

So konnte etwa mit Pascal Mailänder (Rückraum Mitte) zuletzt ein Spieler aus der zweiten Mannschaft problemlos integriert werden. „Er hat das überragend gemacht“, lobt Jooß seinen Schützling, der zunächst einmal weiterhin dem Kader des Württembergligateams angehören wird.

Trotz aller etwaigen Verletzungssorgen sieht Jooß sein Team am Samstag in der Pflicht. „Wir möchten endlich wieder ein gescheites Heimspiel abliefern.“