Keine Zeit zum Durchatmen bleibt den Handballern von Frisch Auf Göppingen. 36 Stunden nach der Rückkehr aus Mannheim, wo die Grün-Weißen im Pokalkrimi gegen die Rhein-Neckar-Löwen mit 34:36 nach Verlängerung unterlagen, bestieg der Frisch-Auf-Tross am Freitag erneut den Mannschaftsbus. Dieses Mal ging die Reise nach Magdeburg, wo an diesem Samstag um 18.30 Uhr (live auf Sky) das nächste Bundesligaspiel auf dem Plan steht.

„Das ist schon eine Hammerwoche“, sagt Trainer Hartmut Mayerhoffer. Nach der unglücklichen Niederlage im Pokal standen am Donnerstag Regeneration und taktische Vorbereitung auf dem Programm. Am Freitag folgte vor der Abreise noch eine Trainingseinheit – das war’s mit der Vorbereitung.

Ebenso wie die Göppinger sind auch die Magdeburger unter der Woche im Achtelfinale des DHB-Pokals ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert verlor bei den Füchsen Berlin mit 30:31. In der Bundesliga kassierten die erfolgsverwöhnten Bördestädter zuletzt drei Niederlagen hintereinander. Allerdings hatte der SCM in Melsungen, den Rhein-Neckar-Löwen und der HSG Wetzlar auch nicht die leichtesten Gegner, betont Frisch-Auf-Coach Mayerhoffer.

„Die Magdeburger stehen unheimlich unter Druck, ihre Ausgangslage wird ihren Ansprüchen nicht gerecht. Gegen uns wollen sie den Bock umstoßen und werden alles versuchen, um wieder zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Ich rechne mit einem kämpferischen Auftritt“, prophezeit der Göppinger Trainer.

Das bestätigen auch die Aussagen seines Gegenübers Bennet Wiegert: „Wir müssen jetzt zeigen, dass wir keine Sonnenschein-Mannschaft sind. Am Samstag muss es die Wende geben. Gegen Frisch Auf Göppingen wird es bestimmt kein schönes Spiel“, erklärte der Übungsleiter, dessen Klub am Freitag die Vertragsverlängerung mit Rückraumspieler Michael Damgaard und Rechtsaußen Daniel Pettersson um jeweils zwei Jahre bekanntgegeben hatte.

Obwohl Göppingen an der Elbe klarer Außenseiter ist, glaubt das Team an sich. „Wir sind wieder da“, meinte Kreisläufer Kresimir Kozina nach dem starken Auftritt im Pokal, „das wollen wir gegen Magdeburg bestätigen.“ Sein Mitspieler und Kapitän Jacob Bager­sted ergänzt: „In Magdeburg wollen wir dort anfangen, wo wir in Mannheim aufgehört haben. Wenn wir wieder eine solche Leistung bringen, können wir dort etwas holen.“ (mit dpa)