Exakt 468 Zuschauer kamen in den Genuss, nach Monaten wieder Live-Männerhandball in der EWS-Arena zu sehen, als gestern der dritte Spieltag des BGV-Cups mit zwei Partien über die Bühne ging. Erst bezwangen die Rhein-Neckar-Löwen den Zweitligisten SG BBM Bietigheim, der ohne Michael Kraus antrat, mit 39:24, dann betraten die Lokalmatadoren von Frisch Auf Göppingen das Parkett und schlugen die niederklassigere HSG Konstanz mit 41:35 (19:17).

Fans halten sich an die Vorschriften

„Handball ist mein Lebenselixier, da nehme ich die Einschränkungen in Kauf und halte mich an die Vorschriften“, erklärt Monika Herrlinger, in den Frisch-Auf-Farben gekleidet, auf ihrem Tribünenplatz. Die begeisterte Anhängerin aus Börtlingen-Zell hat sich längst die „zamma-Dauerkarte“ gesichert und würde im Falle, dass sie bei den Punktspielen nicht in die Halle kommen darf, auf eine Rückzahlung verzichten.
Heinz Rassenfoß hat sich als Fan der Rhein-Neckar-Löwen um eines der wenigen Gäste-Tickets für den gestrigen Spieltag beworben „und Glück gehabt“. Aus Mannheim fuhr der 66-Jährige in voller Fan-Montur an. „Ich nehme das alles in Kauf, wenn ein paar mehr Fans noch kommen dürften, wäre das nicht schlecht“, ordnete der Anhänger, der sogar am Platz die Mund-Nasen-Maske trägt, die Situation ein.

Erhöhter Personalaufwand für Frisch Auf

Auf Frisch-Auf-Seite hatte Spielleiter Alexander Kolb mit seinen Mitstreitern schon im Vorfeld des dritten Turniertags beim BGV-Cup eine Mammutaufgabe geschultert, die beiden Partien in der EWS-Arena waren mit erhöhtem Personalaufwand mustergültig organisiert. „Wir sind froh, dass unsere Gäste vernünftig sind und wir dieses Pilotprojekt haben“, so Kolb mit Blick auf die im Oktober beginnende Bundesliga-Saison, „wir hoffen, dass dann mehr Zuschauer kommen dürfen.“ Ein Behördenvertreter verschaffte sich währenddessen am gestrigen Nachmittag ebenso ein Bild vom Ablauf der Veranstaltung in der Halle wie auch Hans Artschwager, Präsident des Württembergischen Handballverbandes und Vizepräsident des Deutschen Handballbundes, mit Blick auf die Position der Verbände im weiteren Umgang mit den Corona-Bedingungen.