Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen möchte sich kontinuierlich verbessern: Nach den enttäuschenden zehnten Plätzen in den Spielzeiten 2016/17 und 2017/18 und Rang acht in der vergangenen Saison peilen die Profis in der Ende August beginnenden, neuen Saison einen Platz unter den besten Sieben an.

„Das ist eine sehr anspruchsvolle Zielsetzung, schließlich haben andere Teams ähnliche Ziele. Auf jeden Fall werden wir hart daran arbeiten“, versprach  Frisch-Auf-Geschäftsführer Gerd Hofele in der Pressekonferenz vor dem Saisonauftakt. Auf Grund ihrer deutlich höheren Etats sei ein Eindringen in die Top Sechs, zu denen Flensburg, Kiel, die Rhein-Neckar-Löwen, Melsungen, Magdeburg und Berlin gehören, nicht möglich, so der Göppinger Manager.

Während man unterm Hohenstaufen mit den Auftritten der Mannschaft in fremden Hallen sehr zufrieden war (Hofele: „Wir haben mit unserer Auswärtsbilanz von 19:15 Punkten für Furore gesorgt.“), ärgert die Verantwortlichen die schwache Heimbilanz, die mit 17:17 Zählern nur ausgeglichen gestaltet werden konnte. „Wir wollen unsere frühere Heimstärke wieder aufbauen“, erklärte Trainer Hartmut Mayerhoffer, „das ist unabdingbar, um erfolgreich zu spielen. Unsere Heimschwäche in der vergangenen Saison war vor allem ein mentales Problem.“

Für die kommende Saison ist Mayerhoffer, der in seine zweite Spielzeit geht, zuversichtlich. „Ich kenne die handelnden Personen. Wir sind mittlerweile ein Jahr weiter. Bei den Turnieren hat man gesehen, dass wir nur wenige Veränderungen im Rückraum haben. Jetzt arbeiten wir an Abläufen, Automatismen und dem Spielsystem, dass wir verinnerlichen wollen.“

Im Vergleich zur Vorsaison hat Frisch Auf seinen Etat von fünf Millionen geringfügig auf 5,2 Milllionen Euro erhöht. „Das entspricht dem Niveau aus den EHF-Cup-Spielzeiten“, erklärte Geschäftsführer Hofele. Bei den Zuschauerzahlen haben die Grün-Weißen die Talsohle durchschritten, freute er sich.

In der vergangenen Saison pilgerten im Schnitt rund 4400 Fans in die EWS-Arena, gut 200 mehr pro Spiel als ein Jahr zuvor. Der Dauerkartenverkauf liegt konstant bei 2700 Tickets. Hofele führt die positive Entwicklung auf die leicht geänderten Anwurfzeiten zurück. Ab der übernächsten Spielzeit könnte hier noch einmal Bewegung reinkommen, denn dann werden die Champions- League-Spiele mittwochs und donnerstags ausgetragen. „Da macht es wenig Sinn, wenn die Bundesliga auch am Donnerstag spielt“, ist Ho­fele überzeugt. Der Freitag- oder der Samstagabend würden eine Verbesserung darstellen, so ­Hofele. Erste Gespräche über den neuen Terminplan stehen bereits an.

Dem bisherigen Kapitän Tim Kneule hat Coach Mayerhoffer in Jacob Bagersted einen zweiten, gleichberechtigten Spielführer zur Seite gestellt. „Beide sind absolute Vorbilder, die sich voll mit dem Verein identifizieren“, begründet der Trainer seine Entscheidung, „Kneule ist vorne der bestimmende Mann, Bagersted hinten. Mit der Benennung von Bagersted wurde seine Position aufgewertet.“

Frisch-Auf-Männer: Zahlen – Daten – Fakten


Zugänge: Urh Kastelic (RK Zagreb), Nicolai Theilinger (HC Erlangen), Srdjan Predragovic (HC Linz), Till Hermann (MTV Großenheidorn).

Abgänge: Primoz Prost (Wilhelmshavener HV), Allan Damgaard (Team Tvis Holstebro), Jens Schöngarth (HSV Hamburg), Joscha Ritterbach (GWD Minden).

Saisonziel: bessere Platzierung als in der vergangenen Saison, das heißt mindestens Siebter.

Etat: 5,2 Millionen Euro.

Zuschauerschnitt 2018/19: 4447.