Die Bundesliga-Handballer von Frisch Auf Göppingen sind mit einer bitteren Niederlage aus der EM-Pause gekommen. Bei GWD Minden verlor die Mannschaft von Trainer Hartmut Mayerhoffer knapp mit 26:27 (14:13). Durch den Sieg über die Göppinger zog Minden nach Punkten mit den Gästen gleich. Frisch Auf bleibt 13., die Ostwestfalen rücken auf Rang 14 vor.

Göppinger Trainer spricht von guter Leistung seines Teams

„Das war eine extrem bittere Niederlage, weil ich viele sehr gute Dinge bei meiner Mannschaft gesehen habe“, ärgerte sich Mayerhoffer. Der Göppinger Coach hob dabei die seiner Meinung nach gute Vorstellung im Angriff hervor: „Wir haben vorne immer eine Lösung gefunden, egal ob gegen eine 6:0- oder eine 5:1-Deckung der Mindener.“ Allerdings erkannte auch er, dass das große Manko wie so oft in dieser Saison das Auslassen zahlreicher Möglichkeiten war. „Unser Problem war die Chancenverwertung. Uns ist es bei eigener Führung nicht gelungen, den ­Abstand zu vergrößern“, mo­nierte er.

In der zweiten Hälfte des ausgeglichenen Spiels, das von vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten geprägt war, lagen die Gäste vier Mal mit jeweils zwei Toren in Front, zum ersten Mal beim 20:18 durch einen Treffer von Abwehrchef Jacob Bagersted in der 43. Minute. Doch auch nach der 23:21-Führung in der 48. Minute durch einen von Kreisläufer Kresimir Kozina, mit sechs Treffern gemeinsam mit Mannschaftskamerad Marcel Schiller bester Schütze der Begegnung, verwandelten Siebenmeter blieben die Gastgeber dran.

Frisch Auf bekommt Lucas Meister nicht in den Griff

In der 50. Minute glich Kevin Gulliksen erstmals seit einer längeren Phase wieder aus (23:23), ehe Kreisläufer Lucas Meister, den die Göppinger nur schwer in den Griff bekamen, Minden mit 24:23 in Front brachte. Nach abermaliger Göppinger Führung zum 25:24 durch Regisseur Tim Kneule trafen die Hausherren drei Mal in Folge zum 27:25. Kneule gelang nur noch der Anschlusstreffer zum 27:26-Endstand.

Ebenso wie sein Trainer bemängelte auch der Spielmacher die schwache Wurfeffektivität seines Teams. „Wir haben sehr gute Chancen gehabt, aber sie nicht genutzt“, erklärte Kneule, „das ist sehr enttäuschend für uns. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Jetzt müssen wir uns kritisch hinterfragen.“ Viel Zeit lassen können sich die Frisch-Auf-Profis dafür allerdings nicht, denn schon am Donnerstag steht das Heimspiel gegen den Bergischen HC (Anwurf 19 Uhr) auf dem Programm.

Nach der bitteren Niederlage – es war die erste bei GWD Minden seit 2013 – muss Frisch Auf weiter auf den zweiten Auswärtssieg der Saison warten. Der letzte Erfolg in fremder Halle gelang den Göppingern Anfang Oktober mit einem 26:23 (14:12) in Nürnberg gegen den HC Erlangen.

GWD Minden: Christensen, Semisch (ab 46.); Meister (4), ­Ritterbach, Savvas (4/2), Rambo (5), Korte (2), Padshyvalau, Knorr (1), Pusica, Gullerud (1), Michalczik (4), Staar, Reißky (1), Gul­liksen (5).

Frisch Auf Göppingen: Rebmann (1), Kastelic (ab 44.); Theilinger (2), Kneule (3), Bagersted (1), Sliskovic (2), Sörensen (n.e.), Schiller (6/3), Rentschler (4), Erifopoulos (1), Hermann (n.e.), Zelenovic, Kozina (6/1).

Schiedsrichter: Christian und David Hannes (Aachen/Frankfurt).

Zeitstrafen: 8:6 Minuten.

Zuschauer: 2300.