Kaum ist bei Frisch Auf die eine Spielerin wieder halbwegs fit, fällt die nächste aus. Jüngstes Beispiel: Annika Blanke. Ihr bei der 20:32-Niederlage in Dortmund erlittener Nasenbeinbruch ist in negativer Hinsicht die Krönung der wochenlang anhaltenden Verletzungsmisere, die schon vor der Saison bei Iris Guberinic und Johanna Schindler begann, sich über Michaela Hrbkova, Anja Brugger und Ana Petrinja fortsetzte.

Annika Blanke fehlt den Frisch-Auf-Frauen

Somit steht dem Team von Trainer Aleksandar Knezevic beim letzten Auswärtsspiel vor der WM-Pause bei den Giftschlangen der HSG Bad Wildungen an diesem Samstag um 19 Uhr eine weitere Rückraumspielerin nicht zur Verfügung. „Das ist bitter. Annika war gerade richtig gut drauf und eine wichtige Stütze“, sagt der Coach der Frisch-Auf-Frauen. Heute fehlt dem Trainer der Frisch-Auf-Frauen nun fast der komplette Rückraum. Denn neben Blanke kann Knezevic auch auf Roxana Ioneac und Johanna Schindler nicht zurückgreifen.

„So schlimm war es wirklich noch nie. Es kommt gerade sehr viel zusammen, das ist alles andere als leicht für uns, aber da müssen wir jetzt durch“, sagt der Coach der Frisch-Auf-Frauen. Zwar könnten die Voraussetzungen deutlich besser sein, Knezevic hofft aber, dass seine Mannschaft bei den Vipers ein Stück weit mit Wut im Bauch antritt und trotz der personellen Schwächung etwas Zählbares mit unter den Hohenstaufen nimmt. Der größere Druck liegt jedenfalls auf den heimischen Giftschlangen, die bislang noch keinen Punkt gewinnen konnten und nicht noch weiter in Zugzwang geraten ­wollen.

Göppingen feiert ein Wiedersehen mit Maxime Struijs

Ein Wiedersehen gibt es mit Maxime Struijs, die in der vergangenen Saison aufgrund einer Schulteroperation nur wenige Partien für das Team von Tessa Bremmer bestreiten konnte, das in dieser Spielzeit bereits einige frustrierende Niederlagen wegstecken musste wie das 27:30 bei Aufsteiger Ketsch, die Hessen-Derbyniederlage gegen Bensheim und beim 25:26 gegen Blomberg, als man sich in vielen Situationen von den Schiedsrichtern benachteiligt sah.

Bei Meister Bietigheim jedoch standen die Giftschlangen dicht vor einer Sensation und mussten sich nur knapp mit 28:30 geschlagen geben. Der Gegner der Frisch-Auf-Frauen, bei dem sich Neuzugang Vanessa Magg in der Vorbereitung am Knie verletzte und seither fehlt, steht derzeit schlechter da als er eigentlich ist. Deshalb blickt Bremmer trotz der 0:12 Punkte zuversichtlich nach vorne: „Wir sind aus schlechten Situationen immer wieder stark wiedergekommen und wir glauben an die Unterstützung vom Publikum.“ Frank Höhmann