Mit einem überzeugenden 33:22 (14:10)-Heimerfolg im Derby gegen die Neckarsulmer Sportunion haben sich die Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen etwas Luft im Kampf gegen den Abstieg verschafft. Durch den höchsten Saisonsieg schob sich die Mannschaft von Trainer Aleksandar Knezevic am VfL Oldenburg vorbei auf den neunten Platz vor.

Sonderlob von Frisch-Auf-Trainer Knezevic an die Abwehr

„Ich bin begeistert von meinen Mädels“, schwärmte Knezevic nach der Schlusssirene, „unter der Woche waren so viele krank oder verletzt, wir haben eigentlich nur über die Taktik gesprochen. Jetzt bin ich sehr zufrieden.“ Ein Sonderlob erteilte der Übungsleiter seiner Abwehr. „Sie war so gut, so beweglich und das, obwohl unser aggressives Spiel so viel Kraft kostet und wir nur ­wenig Wechselmöglichkeiten ­hatten.“

Ohne die beiden Neuzugänge Roxana Ioneac (Fußverletzung) und Romy Morf-Bachmann (Magen-Darm) waren die Göppingerinnen, die bereits vor zwei ­Wochen im DHB-Pokal auf Neckarsulm getroffen waren und durch einen 27:26-Auswärtssieg den Einzug ins Final Four geschafft hatten, zunächst mit den Gästen auf Augenhöhe. Sie verpassten es aber, durch ausgelassene Torchancen vorzeitig wegzuziehen. ­Dennoch erarbeiteten sich die Frisch-Auf-Frauen bis zur Pause einen Vier-Tore-Vorsprung heraus (14:10).

Frisch-Auf-Torjägerin Michaela Hrbkova erzielt acht Tore

In der zweiten Hälfte erlebten die 817 Fans in der EWS-Arena einen schwungvollen Beginn der Grün-Weißen, die sich rasch auf 16:10 (32.) und 18:11 (36.) absetzten. „In Neckarsulm sind wir nach der Pause eingebrochen. Daraus haben wir gelernt. Wir haben in der Kabine gesagt, dass wir weiter Gas geben müssen“, erklärte Torjägerin Michaela Hrbkova, mit 8/2 Treffern beste Torschützin des Spiels. Der Plan ging auf, die Göppingerinnen überrannten die Gäste. Neckarsulms Interimstrainerin, die ehemalige Göppinger Spielmacherin Maike Daniels, die das Amt vom am Dienstag freigestellten Ex-Frisch-Auf-Profi Pascal Morgant übernommen hatte, musste tatenlos zuschauen, wie die Grün-Weißen auf elf Tore bis zum 33:22-Endstand davonzogen.

„Heute hat es richtig Spaß gemacht“, befand Linkshänderin Michaela Hrbkova, „wir hatten viele gelungene Aktionen und das, obwohl wir so wenige Mädels waren.“ In der zweiten Hälfte hatte Knezevic über weite Strecken mit zwei Kreisläuferinnen agiert – eine taktische Variante, die voll aufging.

Frisch Auf Göppingen: Zec (ab 56.), Jankovic, Lengyel (bei einem Siebenmeter); Brugger (6), Blanke (3), Schindler (3), Hrbkova (8/2), Guberinic (3), Adamkova (6), Schwenk, Krhlikar (1), Petrinja (1/1), Welter (1).

Neckarsulmer Sportunion: Wachter, Kaminska (ab 50.); Kalmbach (1), Wolf (1), Hendrikse (2), ­Knippenborg (2), Wick, Zeba, Haraldsdottir (1), Ineichen (1), Reimer (5/5), Perez (4), Kooij (2), Kretzschmar (1).

Schiedsrichterinnen: Kuttler/Merz (Oberteuringen/Meckenbeuren).

Zeitstrafen: 4:8 Minuten.

Zuschauer: 817.

Final Four: Frisch Auf trifft auf Dortmund


Auslosung Beim Final Four im DHB-Pokal treffen die Frisch-Auf-Frauen im Halbfinale auf Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund. Im anderen Semifinale bekommt es die TuS Metzingen mit dem Thüringer HC zu tun. Das Endrundenturnier wird am 23. und 24. Mai in der Stuttgarter Porsche-Arena ausgetragen.