In der vergangenen Saison gewannen die Bundesliga-Handballer von Frisch Auf Göppingen bei der HSG Nordhorn-Lingen mit 30:20. An diesem Donnerstag lautete das Endergebnis fast identisch: Die Mannschaft von Trainer Hartmut Mayerhoffer feierte einen ungefährdeten 29:20 (15:9)-Erfolg und klettert in der Tabelle bei noch drei ausstehenden Nachholspielen auf den achten Rang.

Starker Rebmann und stabile Abwehr bilden Grundstein für den Sieg

Den Grundstein für den hochverdienten Auswärtssieg legte eine sichere Defensive mit einem guten Schlussmann Daniel Rebmann zwischen den Pfosten. „Unser Hauptaugenmerk lag vor dem Spiel auf einer starken Abwehr, mit deren Hilfe wir ins Tempospiel kommen wollten“, beschrieb Rebmann die taktische Marschroute von Coach Mayerhoffer.
Diese ging voll auf. Nach einem Blitzstart führten die Göppinger im ersten Geisterspiel der Vereinsgeschichte in der sechsten Minute mit 4:1, zwei Tore davon erzielte Frisch Auf im schnellen Gegenstoß. Von diesem Rückstand erholten sich die Gastgeber nicht mehr – im Gegenteil: Bis zur Pause hatten die Göppinger den Vorsprung auf sechs Treffer ausgebaut (15:9).

Göppingens Keeper wehrt in wichtiger Phase zwei Freie ab

Nach einer halbzeitübergreifenden 6:0-Serie von 11:9 auf 17:9 betrug die Führung in der 32. Minute sogar acht Treffer. Der Frisch-Auf-Express rollte auch in der Folgezeit weiter auf das Nordhorner Tor zu. Nur noch einmal, beim Stand von 17:22 (44.) aus Sicht des Gastgebers, hätte es vielleicht noch einmal spannend werden können, hätte Torhüter Rebmann bei zwei Würfen von Torjäger Robert Weber und Markus Stegefelt nicht so glänzend pariert. „In dieser Phase haben wir ein paar Minuten gewackelt“, bekannte der Keeper, „Da war es wichtig, dass ich zwei Freie gehalten habe.“
Danach ließen die Göppinger nichts mehr anbrennen. Trainer Mayerhoffer konnte sich zehn Minuten vor Schluss sogar den Luxus erlauben, seine Stammkräfte für das kräftezehrende Programm der kommenden Tage zu schonen, ohne dass der souveräne 29:20-Sieg in Gefahr geraten würde.
Neben der Defensive und Keeper Rebmann überzeugte vor allem im ersten Abschnitt auch Regisseur Janus Smarason, der Kreisläufer Kresimir Kozina immer wieder mit geschickten Anspielen bediente, die der Kroate in Tore ummünzte. Folgerichtig war Kozina mit sieben Treffern, davon allein sechs im ersten Abschnitt, bester Göppinger Torschütze.
Schon an diesem Sonntag müssen die Mayerhoffer-Schützlinge erneut antreten: Um 16 Uhr erwarten die Göppinger die HSG Wetzlar vor leerer Kulisse in der EWS-Arena. Vier Tage später geht es zu Aufsteiger TuSEM Essen, ehe am Sonntag, 29. November, das Heim-Geisterspiel gegen Rekordmeister THW Kiel auf dem Programm steht.
HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen, Buhrmester (ab 42.); Leenders (1), Weber (6/3), Mickal (2/1), Miedema (1), Stegefelt, Terwolbeck (1), de Boer (1), Vorlicek (2), Visser, Prakapenia, Seidel, Possehl (1), Pöhle (5), Kalafut.
Frisch Auf Göppingen: Rebmann, Kastelic (ab 53.); Theilinger (4), Kneule, Heymann (3), Bagersted (2), Ellebaek (2), Smarason (2), Schiller (4/3), Rentschler (1), Goller (1), Hermann (2), Zelenovic (1), Kozina (7).
Zeitstrafen: 4:12 Minuten.
SR: Zupanovic/Thöne (Berlin).