Die Spatzen pfiffen es schon seit einigen Tagen von den Dächern, jetzt ist es Gewissheit: Die neue Saison in der Handball-Bundesliga (HBL) startet am 1. Oktober. Das hat die HBL an diesem Mittwoch bekannt gegeben.

Frisch-Auf-Coach Mayerhoffer: Sinnvolle Entscheidung

Die Verantwortlichen von Frisch Auf Göppingen begrüßen die Entscheidung des HBL-Präsidiums, dem auch Frisch-Auf-Geschäftsführer Gerd Hofele als Vizepräsident Finanzen angehört, die in Abstimmung mit den Profiklubs gefällt wurde. „Wir sind froh, dass es endlich wieder losgeht. Aus sportwissenschaftlicher Sicht ist es sinnvoll, erst im Oktober wieder anzufangen“, erklärt Trainer Hartmut Mayerhoffer.
Ein Alternativ-Szenario sah einen deutlich früheren Saisonstart im September vor, doch diese Idee wurde wieder verworfen. „Die Spieler haben vier Monate lang keine handballtypischen Bewegungen gemacht. Sie brauchen jetzt eine gewisse Zeit“, ergänzt Mayerhoffer. Bislang dürfen die Profis allerdings noch nicht im Vollkontakt auf der Platte trainieren. Doch Spielleiter Alexander Kolb hofft, dass bis zum Trainingsstart am 13. Juli die Corona-Verordnungen des Landes dementsprechend weiter gelockert werden.

Gemeinsames Hygienekonzept mit anderen Verbänden geplant

Als nächsten Schritt will die HBL gemeinsam mit der Basketball-Bundesliga (BBL) und der Deutschen Eishockeyliga (DEL) einen Entwurf für ein Hygienekonzept ausarbeiten, mit dem Ziel, so schnell wie möglich wieder Zuschauer in die Hallen lassen zu können. Heute kommen Vertreter der Verbände und Vereinsvertreter, zu denen auch Frisch-Auf-Spielleiter Kolb gehört, gemeinsam mit Medizinern in Köln zusammen. In spätestens zwei, drei Wochen soll dann das Konzept stehen, erklärt Manager Hofele.
Konkrete Wünsche, wie viele Zuschauer ab wann wieder in die Hallen kommen sollen, äußerte die HBL gestern nicht. „Das wäre auch unseriös“, bemerkt Frisch Aufs Sportlicher Leiter Christian Schöne, „man kann derzeit überhaupt nicht absehen, wie sich die Corona-Krise entwickelt.“

Noch kein Beschluss zum Pokal

Während die Eckdaten der neuen Bundesliga-Saison schon feststehen – zunächst soll der Rahmenterminkalender festgezurrt werden, die Spielpläne werden bis Ende Juli veröffentlicht –, steht bislang noch nicht fest, in welcher Form der DHB-Pokalwettbewerb ausgetragen werden soll. Das Final Four der abgebrochenen Spielzeit findet im kommenden Februar statt, das Endrundenturnier für die Saison 2020/21 ist für Juni 2021 geplant. Alles andere muss noch geklärt werden. „Es wäre vorstellbar, dass wir regionale Vorbereitungsturniere zur Qualifikation für den DHB-Pokal austragen, zum Beispiel gegen unsere Ligakonkurrenten Balingen und Stuttgart“, sagt Hofele.

Gegen diese Gegner sind auch Testspiele geplant, falls die Politik diese künftig wieder erlaube, erklärt Spielleiter Kolb. Auch Vorbereitungspartien gegen Zweitligisten oder Kooperationspartner mit keinen oder nur wenigen Zuschauern sind angedacht.

Mammutprogramm für die Bundesligaklubs


Terminkalender Da in der kommenden Saison 20 statt wie bisher 18 Mannschaften in der Handball-Bundesliga spielen – wegen der Corona-Krise gab es keine Absteiger, dafür im HSC Coburg und TuSEM Essen zwei Aufsteiger – müssen die Mannschaften insgesamt 38 Ligaspiele bestreiten. Die Spielzeit dauert bis 30. Juni 2021.

Fans Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht klar, wann wieder Zuschauer in die Hallen gelassen werden. Dennoch will Frisch Auf Göppingen bereits in der kommenden Woche erste Informationen zum ­Dauerkartenverkauf ­herausgeben.