Nichts war es mit der Aufholjagd im Abstiegskampf: Nachdem der TSV Blaustein am Samstagabend zu Hause gegen den Tabellen-13. TSG Haßloch klar mit 13:22 (3:11) verloren hat, ziert der Aufsteiger weiter das Tabellenende der Dritten Liga. Dabei war die schwache Angriffsleistung fast über das komplette Spiel hinweg ausschlaggebend für die deutliche Pleite und die Tatsache, dass die Handballer in ihrer sportlichen Heimat, der Lixhalle, in dieser Saison noch nicht gewonnen haben.

Blaustein kommt nicht zum Zug

Dabei war das Team von TSG-Trainer Sandro Jooß vor der Partie hoffnungsfroh, endlich die ersten Punkte an der Blau zu behalten. Mit dem Selbstbewusstsein aus der knappen 26:27-Niederlage bei Topteam TGS Pforzheim wollte der Aufsteiger gegen einen auf dem Papier keineswegs übermächtigen Gegner befreit aufspielen. Doch binnen wenigen Minuten schien der unbedingte Angriffswille verpufft. Zunächst sah alles nach einer Abwehrschlacht aus, beim 1:2 setzte der TSV nach sieben Minuten durch Patrick Rapp seinen ersten Treffer. Wenig später folgte das 2:3 per Siebenmeter von Philipp Frey - und das sollte es dann für lange Zeit mit dem Blausteiner Torewerfen gewesen sein. Die 6:0-Abwehr der Gäste machte dicht, und es kam kaum ein Blausteiner Schütze mehr in eine vernünftige Wurfposition. Satte zehn Minuten arbeitete sich ein Blausteiner nach dem anderen am TSG-Bollwerk auf, ehe Devin Ugur das 3:7 erzielte. Dass die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt nicht schon hoffnungslos hinten lagen, war auch dem einzigen TSV-Spieler in Normalform, Samuel Beha zu verdanken, der an diesem Tag acht Bälle parierte, davon zwei Siebenmeter. Doch auch die solide Abwehrarbeit der Blausteiner trägt keine Früchte, wenn kaum ein Tempogegenstoß gelingt und der komplette Rückraum nur das Tor nicht trifft oder dem zwölfmal erfolgreichen TSG-Torhüter Daniel Schlingmann in die Arme wirft. So ging es dem unglaublichen Halbzeitstand von 3:11 entgegen - und die Partie war eigentlich schon gelaufen.

Allerdings schien TSV-Trainer Sandro Jooß mit der Pausenansprache noch einmal Wirkung in den hängenden Köpfen der Spieler entfaltet zu haben. Denn mit Beginn der zweiten Hälfte folgte die stärkste Phase der Gastgeber. Über zwei verwandelte Siebenmeter zum 5:12 tankte der TSV-Angriff neue Kraft, und robbte sich über 8:15 bis auf 10:16 in der 45. Minute wieder heran. Doch dann unterbrach Gästetrainer Tobias Job mit einer Auszeit den Blausteiner Lauf und TSG-Keeper Schlingmann hielt einen Rapp-Wurf - und prompt brach Jooß' Mannschaft wieder ein. Auch die zweite Auszeit des TSV beim Stand von 10:19 in der 50. Minute verpuffte und es ging dem im Männerhandball extrem torarmen 13:22-Endstand entgegen.

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