Handball-Bundesliga Handball-Bundesliga: TVB Stuttgart jubelt, Balingen trauert

Verlässt Balingen nach dem Abstieg: Pascal Hens.
Verlässt Balingen nach dem Abstieg: Pascal Hens. © Foto: Eibner
Balingen/Stuttgart / mha 06.06.2017
Während die Bundesliga-Handballer des TVB 1898 Stuttgart nach ihrem Sieg gegen Coburg so gut wie gerettet sind, steht der Abstieg des HBW Balingen/Weilstetten fest.

Während der Abstieg der Balinger Handballer nach elf Jahren aus der Bundesliga feststeht, schreibt der TVB 1898 Stuttgart seine Erfolgsgeschichte wohl ein weiteres Jahr fort: Der 23. Spieltag in der Bundesliga war der Spieltag der (Vor-)Entscheidungen im Südwesten.

Mit einem 26:20-Sieg gegen den bereits abgestiegenen HSC 2000 Coburg schafften die Stuttgart nicht nur den Sprung auf Platz 13, sie legten vor ihrem Saisonfinale gegen Frisch Auf Göppingen auch drei Zähler zwischen sich und den einzigen verbliebenen Abstiegskonkurrenten TBV Lemgo. Sollte Lemgo am Mittwoch (19 Uhr) in Hannover verlieren, stünde der zweite Klassenerhalt des früheren TV Bittenfeld in der Bundesliga bereits vor dem letzten Spieltag fest.

„Strukturelle Probleme“

Die Balinger erkämpften sich gegen den Tabellenzweiten SG Flensburg/Handewitt zwar ein achtbares 24:26, dennoch waren es wieder drei Tore zu wenig, um das Fünkchen Hoffnung aufrecht zu erhalten. Den Unterschied zwischen Sein und Nicht-Sein in der Handball-Bundesliga erklärte sich HBW-Präsident Arne Stumpp unter anderem mit den vielen Ausfällen und Verletzungen in dieser Saison. „Außerdem gibt es strukturelle Probleme in der Mannschaft“, sagte Stumpp.

Deshalb steht dem HBW in der kommenden Runde sicherlich ein Umbruch bevor, zumal er so schnell wie möglich wieder aufsteigen möchte – nicht nur, weil Altstar Pascal Hens (37) den Verein zum Saisonende verlässt. Kapitän Martin Strobel machte es deutlich: „Mit viel Anlauf kommen wir nächstes Jahr wieder.“ Das soll nicht nur mit Trainer Rúnar Sigtryggsson gelingen, sondern auch mit dessen Sohn, Sigtryggur Dadi Rúnarssonden, den HBW für die kommende Runde verpflichtet hat. „Martin Strobel ist die klare Nummer eins, aber ich möchte da sein, wenn er eine Pause braucht und mir nach und nach meine Spielanteile erarbeiten“, so der 20 Jahre junge Spielmacher.