Erst 0:8, dann 9:3 Punkte, die Kurve der Göppinger Bundesliga-Handballer weist recht steil nach oben. Morgen um 16 Uhr will das Team von Trainer Hartmut Mayerhoffer in der EWS-Arena gegen den TBV Lemgo zum ausgeglichenen Punktekonto kommen, aktuell bedeuten 9:11 Zähler Tabellenplatz zehn. Die Gäste aus Ostwestfalen haben bislang vier Punkte ergattert (Sieg in Wetzlar und je ein Remis in Erlangen und Stuttgart) und nehmen den 16. Platz ein.

Alle Nationalspieler zurück

Zu Beginn dieser Woche war Coach Hartmut Mayerhoffer zunächst froh, dass alle seine fünf Nationalspieler „beschwerdefrei“ von ihren Länderspielen und Lehrgängen zurückkamen. War in den Tagen davor mit einer Rumpftruppe nur athletisches und individuelles handballerisches Arbeiten möglich, galt es in den aktuellen Übungseinheiten, einmal mehr das verletzungsbedingte Fehlen der beiden Halblinken Sebastian Heymann (Kreuzbandriss) und Ivan Sliskovic (nach Muskelfaserriss im Aufbautraining) spieltaktisch zu kompensieren. Im Angriff besteht für den 13-köpfigen Kader die Möglichkeit, zwischendurch mit einem Linkshänder auf Rückraum-Mitte zu agieren oder auf zwei Kreisläufer zu setzen, um die stark geforderten Tim Kneule im linken Rückraum und Josip Peric als Spielgestalter zu entlasten, im defensiven Mittelblock dürfte Kresimir Kozina die meiste Zeit neben Abwehr-Chef Jacob Bager­sted agieren. „Wir haben bei allen personellen Einschränkungen ja schon beim Bergischen HC Alternativen aufgezeigt“, freut sich Hartmut Mayerhoffer noch immer über den Auswärtspunkt vor der Länderspielpause, „jetzt wäre es wünschenswert, wenn wir diesen Schwung mitnehmen und unsere Serie ausbauen.“ Allerdings warnt der Frisch-Auf-Coach vor den Westfalen, die ein ähnlich schweres Auftaktprogramm absolvieren mussten wie die Göppinger. „Wir dürfen uns von Lemgos Punktausbeute nicht blenden lassen“, so Mayerhoffer warnend, der zuletzt im Training auf den kranken Nicolai Theilinger verzichten musste.

Gäste plagen Ausfälle

Auch die Gäste, finanziell nicht auf Rosen gebettet, sind von Ausfällen geplagt, vor allem der Kreuzbandriss von Spielmacher Tim Suton Anfang Oktober traf das Team hart. Trainer Florian Kehrmann will sein Team morgen „sehr geduldig“ agieren lassen. Vor Jahresfrist hatten die Lemgoer mit 24:20 die Punkte entführt, in der Rückrunde gewann Frisch Auf im Lipperland mit 30:25.

Keine Verstärkung in Sicht

Ob sich Frisch Auf angesichts der dünnen Besetzung verstärken wird, bleibt offen. Geschäftsführer Gerd Hofele erklärte jetzt: „Wir haben ein Defizit und werden dies auf Dauer nicht kompensieren können. Ich hoffe, dass Ivan Sliskovic bald zurückkommt. Wir sondieren den Markt, aber momentan gibt es niemanden.“

Das könnte dich auch interessieren

Gesundheit und Diabetes in Erbach Auszeichung für kindgerechte Präventionsarbeit

Erbach