Belgrad Grundlage Pizza: Dänemark schafft Sprung ins Finale

Belgrad / TOM 28.01.2012

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft wollte bei der EM in Serbien an frühere Rituale anknüpfen: Beim Erreichen des Halbfinals wäre der Gang in eine Filiale einer Fastfood-Kette abgemacht gewesen. So wie immer. Der Ausgang ist bekannt, statt eines Burgers oder Fritten war das Thema gegessen. Stattdessen duellierten sich gestern im ersten Halbfinale Dänen und Spanier, wobei die Skandinavier in die Fußstapfen der deutschen Mannschaft traten: Am Vorabend traf sich die Auswahl samt Betreuer und Coach Ulrik Wilbek in der "Victoria Station", um sich mit Pizza-Schnitten auf die Aufgabe gegen die Iberer außerhalb des eintönigen Hotel-Rhythmus vorzubereiten. Zunächst schlug den Dänen die konsequente Abwehrarbeit des WM-Gastgebers von 2013 schwer auf den Magen, ehe eher doch etwas glückliche 12:10-Halbzeitführung gelang, die Starspieler Mikkel Hansen per genial direkt verwandeltem Freiwurf mit Schluss der ersten Hälfte besorgte. Beim 17:12 (38.) sahen die Dänen dann schon wie der sichere Sieger aus, ehe die Spanier dank konsequenter offensiver Deckung zum 19:19 (50.) und 24:24 (59.) kamen. Hansen, der etwas im Schatten seines Rückraum-Kollegen Rasmusen Lauge Schmidt (6) stand, gelang mit seinem vierten Treffer das entscheidende 25:24, das den Finaleinzug bedeutete. Die Vorbereitung war wohl richtig.

Das von Deutschland verpasste Ticket für eine Teilnahme an der Olympia-Qualifikation sicherte sich derweil im Spiel um Platz fünf die Überraschungsmannschaft des Turniers, Mazedonien. Zwar kam Slowenien besser ins Spiel, angeführt von Starspieler Kiril Lazarov, der schon bis zur Halbzeit fünf seiner insgesamt acht Tore (bei 17 Versuchen) erzielt hatte, es gelang letztlich ein dünner 28:27 (16:12)-Erfolg. Auch ein zwischenzeitlicher Rückschlag (18:20/43.) wurde weggesteckt. Am Ende wars aber erzittert, auch weil sich Slowenien den Luxus leistete, vier Strafwürfe zu vergeben.

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