Novi Sad Glänzende Perspektiven trotz WM-Aus

Novi Sad / SID 20.12.2013
Um kurz vor drei Uhr früh war auch die letzte Träne getrocknet. Bei serbischem Bier und Erdnüssen hockten die deutschen Handballerinnen auf dem Teppichboden in einem kleinen Lagerraum im siebten Stock des Teamhotels in Novi Sad und zogen auf einer spontanen WM-Abschiedsfete mit DHB-Präsident Bernhard Bauer Bilanz.

In die große Enttäuschung des geplatzten Medaillentraums mischte sich auch ein bisschen Stolz über das Erreichte. Die Mannschaft von Bundestrainer Heine Jensen ist trotz der schmerzhaften Viertelfinal-Niederlage gegen Dänemark (28:31) auf dem richtigen Weg. Sechs Siege aus sieben WM-Spielen - die Perspektiven für die großen Ziele Olympische Spiele 2016 und Heim-WM 2017 sind glänzend.

"Das Turnier war ganz klar eine Steigerung im Vergleich zu den letzten Jahren. Wir haben gezeigt, dass wir uns nicht zu verstecken brauchen. Vor niemandem. Diese WM macht Lust auf mehr. Wir freuen uns auf die Zukunft", sagte Jensen.

Mit Kapitänin Clara Woltering (30), Kreisläuferin Anja Althaus (31), Linksaußen Natalie Augsburg (30) und Christine Beier (30) sind gerade einmal vier Spielerinnen im deutschen 16er-Kader 30 Jahren oder älter, der Rest ist teilweise deutlich jünger. Der Teamgeist ist intakt. "Wir halten einfach alle zusammen. Vom Arzt über den Trainer bis zu den Spielerinnen - wir sind alle ein Team", sagte Althaus.

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