Bundesliga Gebeutelte Teams sind unter sich

Die Frisch-Auf-Handballer, hier Marcel Schiller und Sebastian Heymann, konnten zuletzt ihre Gegner Lemgo und Bietigheim nicht aufhalten und kassierten zwei schmerzliche Niederlagen, die die zuvor gute Ausgangslage in der Bundesliga-Tabelle zunichte machten.
Die Frisch-Auf-Handballer, hier Marcel Schiller und Sebastian Heymann, konnten zuletzt ihre Gegner Lemgo und Bietigheim nicht aufhalten und kassierten zwei schmerzliche Niederlagen, die die zuvor gute Ausgangslage in der Bundesliga-Tabelle zunichte machten. © Foto: Eibner
Göppingen / Harald Betz 06.10.2018

Echte Tiefschläge wegstecken mussten zuletzt die beiden Handball-Erstligisten, die sich morgen um 16 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle gegenüberstehen. Hausherr MT Melsungen wurde beim THW Kiel mit einem 20:37-Debakel regelrecht vorgeführt, Frisch Auf Göppingen kassierte eine schmerzliche 20:24- Heimniederlage gegen Lemgo, nachdem es zuvor schon einen Ausrutscher bei Aufsteiger Bietigheim gegeben hatte. Vor dem sonntäglichen Duell stehen die beiden Kontrahenten damit mit jeweils 8:6 Punkten auf den Tabellenplätzen sieben und acht.

Die Zuschauer in der Göppinger Arena wurden vor Wochenfrist bei der ersten Heimniederlage der Saison mächtig verärgert, neun Tore im ersten Spielabschnitt waren so dürftig, dass selbst Hallensprecher Karlheinz Beck beim 5:8-Zwischenstand nach 19 Minuten eine selten gehörte Botschaft an die grün-weißen Anhänger formulierte: „Bitte helfen Sie unserer Mannschaft.“  Schon in der Pause und erst recht nach dem Schlusspfiff war die Ernüchterung groß. Kresimir Kozina fasste zusammen: „Wir spielten wie gelähmt und haben unsere Chancen nicht verwertet. Damit haben wir unseren perfekten Start in die Runde verdorben. Wir können noch vieles besser machen, jetzt heißt es für uns kämpfen.“

Auch die Melsunger hatten unter der Woche nach ihrer deutlichen Klatsche in Kiel einiges aufzuarbeiten. MT-Geschäftsführer Axel Geerken hielt in der Handballwoche fest: „Ich habe mich geschämt. Solch eine Nicht-Leistung habe ich selten gesehen.“ Die Nordhessen um Torjäger Julius Kühn hatten zuvor nur gegen Magdeburg und bei den Rhein-Neckar-Löwen verloren. „Bei Top-Mannschaften wie Kiel kann  man unter die Räder kommen, das haben wir ja in Flensburg gesehen“, ordnet Frisch-Auf-Coach Hartmut Mayerhoffer das Melsunger Negativ-Erlebnis ein, „aber Melsungen hat sich gut verstärkt, will einen weiteren Schritt nach vorn machen und hat sich sicher mehr vorgestellt als die aktuell 8:6 Punkte.“ Trotz der bislang „schwankenden“ Leistungen des Teams von Trainerkollege Heiko Grimm warte ein „sehr schweres Auswärtsspiel“ auf Frisch Auf. Grimm hatte nach der Pleite von Kiel von einem kompletten Blackout der gesamten Mannschaft gesprochen.

Im Göppinger Lager hat man nach den beiden Niederlagen kräftig geschluckt. „Wir sollten mindestens zwei Punkte mehr auf dem Konto haben, natürlich wollten wir beide Spiele gewinnen“, gesteht Coach Mayerhoffer. Aufbauend auf der „sehr guten Abwehr“ wurde in den Übungseinheiten am Angriffsproblem gearbeitet. Mayerhoffer: „Die Spiele waren nicht wirklich gut, aber mit einer normalen Angriffseffektivität gewinnen wir beide Spiele. Aber wenn die Tore nicht fallen, beginnt ein Rumoren im Kopf.“ Sicherheit im Wurftraining, auch in Drucksituationen, und spielnahes Training sollte in dieser Woche verloren gegangenes Selbstbewusstsein wieder herstellen. Der Coach, der weiter auf Zelenovic und Sörensen verzichten muss, gibt sich zuversichtlich: „Ich gehe positiv an unsere nächste Aufgabe heran.“

Gummersbach-Spiel sonntags um 16 Uhr

Spielplan Die Bundesliga hat wieder Partien terminiert, das Heimspiel von Frisch Auf Göppingen gegen den VfL Gummersbach wird am Sonntag, 18. November, um 16 Uhr in der EWS-Arena angepfiffen – es ist der nächste Heimauftritt der Grün-Weißen. Davor stehen die Auswärtsspiele in Melsungen (morgen), Gummersbach (17. Oktober/DHB-Pokal), Wetzlar (20. Oktober), Leipzig (4. November) und in Kiel (11. November) an.

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