VfL Ganz dicht vor dem Aufstieg

Der VfL Pfullingen hat am Samstag in der Schwetzinger Nordstadthalle Großes vor und möchte mit einem oder zwei Auswärts-Punkten die vorzeitige Meisterschaft sichern. Moritz Hipp (am Ball) will dort erneut so entschlossen abziehen.
Der VfL Pfullingen hat am Samstag in der Schwetzinger Nordstadthalle Großes vor und möchte mit einem oder zwei Auswärts-Punkten die vorzeitige Meisterschaft sichern. Moritz Hipp (am Ball) will dort erneut so entschlossen abziehen. © Foto: Axel Grundler
WOGA 20.03.2015
Der VfL Pfullingen hat am Samstag die Chance, den Aufstieg in die dritte Liga frühzeitig klar zu machen. Dazu ist ein Remis in Schwetzingen nötig.

Der VfL Pfullingen bekommt am Samstag in Schwetzingen viel Unterstützung, denn drei Fan-Busse und viele Fans in Privat-PKWs werden den Weg nach Schwetzingen in die Spargelmetropole unternehmen, wollen bei der möglichen improvisierten Aufstiegsfeier in der Nordstadthalle live dabei sein.

Mit einem Punkt sind die Pfullinger in der 3. Liga, aber sie wollen natürlich auch das 17. Spiel in Folge gewinnen. Angeschlagen ist Timo Wolf, Einsatz fraglich. Trotz seiner roten Karte wäre er spielberechtigt. Ebenso ist Jabot (Rücken) angeschlagen. Doch VfL-Trainer Till Fernow weiß: "Auf ein Remis kann man im Handball kaum spielen, also haben wir das Ziel, auch dieses Spiel mit großer Fan-Unterstützung zu gewinnen. Wir werden alles geben, damit unsere Fans feiern können, man steigt nicht immer auf."

Fernow verrät: "Vor der Saison gaben wir Etappenziele aus, die wir aber nicht öffentlich machten, um den Druck von uns zu nehmen, um auch die Gegner gegen uns nicht aufzubauen. Jeder Spieler und ich sowie die Vereinsführung haben klar gesagt, wir wollen aufsteigen, es kann ja nicht unser Bestreben sein, Vierter zu werden und es gab ja, siehe TGS Pforzheim und Nußloch, klare Aufsteiger, wir wollten ihnen nacheifern - das ist gelungen."

So habe man das Ziel für sich behalten, das sei gut so gewesen, wenn man auch die Parole ausgab, man wolle vorne mitmischen und eine gute Rolle spielen. Vor drei Jahren sei man mit 50:10 Punkten nicht aufgestiegen, jetzt steige man mit 18 Minuspunkten auf.

Der Erfolgstrainer weiter: "Auch nach den 10:6 Punkten gab es keine Zweifel, wir lagen einen Punkt hinter den Hochrechnungen, haben aber gelernt, auch mit Niederlagen umzugehen. Die Spieler lebten für den Aufstieg, gaben alles. Wir haben jetzt auch Ziele für die neue Saison, da heißt es aber nur Klassenerhalt und wir hoffen auf Lokalderbys gegen Kornwestheim, Balingen oder Herrenberg."

Till Fernow ist von Beruf Lehrer, denn von seinem Trainergehalt könnte er nicht leben, er hat auch keine Meister-Prämie vereinbart, da lassen sich aber Finkbohner und Co sicher nicht lumpen. Er bezeichnet die Top-Serie als Wahnsinn, damit konnte keiner rechnen. Sein Team habe Dynamik und die Burschen hätten an Erfahrung dazu gewonnen. Die 2. Liga sei derzeit absolut kein Ziel ist, man müsse sich in Liga Drei bewähren.

Der VfL möchte noch einen Rechtsaußen holen, Fernow hat drei Spieler im Blickfeld, dabei setzen einige mehr aufs Studium, aber die dritte Liga sei absoluter Leistungssport. Selbst Skeptiker Florian Möck ist überzeugt: "Nun steigen wir auf, das steht fest. Ich glaube jetzt fest daran, wir machen den Sack morgen zu."