Handball-Nationalspieler Simon Ernst glaubt nach drei Kreuzbandrissen fest an ein erfolgreiches Bundesliga-Comeback bei den Füchsen Berlin.
„Ich hatte schon wieder einen Ball in der Hand und mache langsam auch wieder handballspezifische Übungen“, sagte der 26 Jahre alte Spielmacher. Während sein Team in die Saison-Vorbereitung startete, befindet sich Ernst in der Reha.
Im Oktober 2019 hatte sich Ernst eine weitere schwere Verletzung im Knie zugezogen. Sogar ein vorzeitiges Karriereende war ein Thema. „Unmittelbar danach war die schwerste Zeit“, sagte er. Im Zuge der Reha wuchs dann aber in ihm aber immer mehr der Gedanke, weiterzukämpfen. „Ich bin so verrückt, dass ich es wieder versuche“, sagte Ernst. Sportvorstand Stefan Kretzschmar sprach deshalb ein großes Lob aus: „Ich kenne keinen, der härter arbeitet als er.“
Große sportliche Ziele will sich Ernst erst einmal nicht setzen. „Mein einziges Ziel ist es, gesund zu bleiben und langfristig fit zu bleiben“, sagte er. Sein Verein geht aber trotz Corona-Krise mit großen Ambitionen in die Saison. „Unser Ziel sollte schon sein, um die Champions-League-Plätze mitzuspielen. Ich bin sehr optimistisch, was unsere Mannschaft diese Saison anbelangt“, sagte Kretzschmar.
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