Bundesliga Frisch Auf reist zum Meister

Ausgelassen jubelten die Frisch-Auf-Handballer um Torhüter Primoz Prost nach dem Auftakt-Heimsieg gegen Berlin. Morgen Abend steht in Flensburg die nächste schwere Aufgabe an.
Ausgelassen jubelten die Frisch-Auf-Handballer um Torhüter Primoz Prost nach dem Auftakt-Heimsieg gegen Berlin. Morgen Abend steht in Flensburg die nächste schwere Aufgabe an. © Foto: Eibner
Göppingen / Harald Betz 29.08.2018
Nach dem Göppinger Auftaktsieg wartet nun die SG Flensburg-Handewitt auf schwäbischen Besuch.

Viel haben die Göppinger Handballer bei ihrem 21:18-Heimsieg über Berlin zum Liga-Auftakt richtig gemacht. Sich auf den Lorbeeren auszuruhen, wäre aber der falsche Weg, „denn wir haben gleich den nächsten Kracher vor der Brust“, wie Frisch-Auf-Trainer Hartmut Mayerhoffer am Dienstag warnte. Am Donnerstag um 19 Uhr steht das Gastspiel beim Deutschen Meister an, bei der SG Flensburg-Handewitt benötigen die Mannen um Frisch-Auf-Kapitän Tim Kneule einen Sahnetag, um Punkte aus dem hohen Norden mitzubringen.

Dass ein Erfolg in der Flens-Arena im Bereich des Möglichen liegt, zeigte das Finale der vergangenen Runde, als die Göppinger nur hauchdünn mit 21:22 an einer Überraschung in Flensburg vorbeischrammten und dem neuen Meister das Leben äußerst schwer gemacht hatten. Seitdem hat sich das Gesicht beider Mannschaften verändert, beim Titelträger versucht unter anderem mit Torbjörn Bergerud und Benjamin Buric ein neues Torhüterduo, Treffer des Gegners zu verhindern. Für Hartmut Mayerhoffer sind die Flensburger trotz ihrer sechs Ab- und sechs Zugänge Favorit. „Ihre Grundaufstellung blieb, sie sind eingespielt, jeder weiß, was der andere tut“, so der Göppinger Coach nach der Analyse, „es muss bei uns sehr viel passen, wenn wir eine Siegchance haben wollen.“ Mayerhoffer hat die Flensburger im gegen die Rhein-Neckar-Löwen verlorenen Supercup 50 Minuten lang auf Augenhöhe gesehen, beim 31:28-Sieg zum Ligastart in Minden habe das Team von Maik Machulla die Partie nach einem Viertore-Rückstand souverän gedreht. Routinier Holger Glandorf steuerte dazu neun Tore bei.

Für den Göppinger Übungsleiter bleibt aber am wichtigsten, „dass wir wie gegen die Füchse unsere Stärken aufs Parkett bringen“. Mayerhoffer im Rückblick auf den erfolgreichen Heimauftakt: „Abwehr und Torhüter waren perfekt, das wollen wir versuchen zu wiederholen. Luft nach oben haben wir dagegen bei der Chancenauswertung.“ Der Coach wünscht sich mehr Effektivität bei gut herausgespielten Aktionen, denn dann würde sein Team „weit mehr als 21 Tore erzielen“. Ein zweiter Verbesserungsansatz liege in einem strukturierter vorgetragenen Tempospiel. Unter der Woche musste der neue Mann auf der Göppinger Trainerbank auf seinen sechsfachen Torschützen Ivan Sliskovic (Probleme am Arm) und Abwehrchef Jacob Bagersted (Fußbeschwerden) im Mannschaftstraining verzichten – aber Mayerhoffer beruhigt die Fans: „Es ist jeweils nichts Schlimmes, wir haben nur Vorsicht walten lassen.“ Am Spieltag sollen die 14 Akteure vom Berlin-Sieg mit ihm ins Flugzeug nach Hamburg steigen.

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