Heimsieg Frisch Auf mit Paukenschlag gegen Füchse

Göppingen / Harald Betz 24.08.2018
In der Bundesliga fahren die Göppinger vor begeisterter Kulisse gegen Berlin mit 21:18 (11:9) die ersten Punkte ein.

Frisch Auf Göppingen ist ein Traumstart in die neue Bundesliga-Saison gelungen: In einer torarmen Begegnung feierte die leidenschaftlich rackernde Mannschaft von Trainer Hartmut Mayerhoffer vor 4100 Zuschauern in der EWS-Arena einen viel umjubelten 21:18 (11:9)-Heimsieg über die durch viele Ausfälle sichtlich geschwächten Füchse Berlin.

„Das war ein phänomenaler Start von uns, wir wollten diesen Sieg unbedingt“, freute sich ein schweißgebadeter Abwehrchef Jacob Bagersted über den Coup seines Teams in der größten Dampfsauna Göppingens.  Der Däne und seine Kollegen leisteten großartige Arbeit im Abwehrverbund, dahinter hatte Torhüter Prost einen Sahnetag erwischt und veranlasste mit seinen 16 teilweise spektakulären Paraden die Frisch-Auf-Fans zu „Primoz“- Sprechchören. Im Angriff lief es dagegen nicht immer nach Wunsch, doch Neuzugang Ivan Sliskovic mit seinen sechs Rückraumtreffern, Marcel Schiller als  nervenstarker Siebenmeterschütze gegen Silvio Heinevetter und Teamkapitän Tim Kneule mit Verantwortung in kritischen Momenten sorgten dafür, dass letztlich nichts anbrannte.

„Wir sind überglücklich“, gestand der neue Coach Hartmut Mayerhoffer mit einem Strahlen nach dem Schlusspfiff, „jeder meiner Spieler war ein Mentalitätsmonster und als es eng zu werden drohte, stand die Halle wie ein Fels in der Brandung hinter uns.“

Mayerhoffer setzte zunächst auf eine bewegliche und äußerst aggressive 6:0-Abwehr mit Bagersted und Sliskovic im Innenblock, vorne führte Tim Kneule Regie, nach einem Anspiel an Kreisläufer Kresimir Kozina fiel das 1:0. Nur in der Anfangsviertelstunde kam der EHF-Pokalsieger aus Berlin zum Ausgleich, nach dem 5:5 in der 14. Minute zogen die Göppinger auf 9:6 (20.) weg, während sich beide Seiten weiterhin immer wieder Fehlpässe leisteten, womit die Trefferzahl niedrig blieb. Mit schönen Aktionen hätten sich die Hausherren gegen Ende der ersten Hälfte noch deutlicher absetzen können, doch Marco Rentschler und Kozina trafen nur die Querlatte. was Berlin zum 9:11-Pausenstand zu nutzen wusste.

Im zweiten Durchgang erhöhten die Göppinger auf 14:10, Füchse-Trainer Velimir Petkovic, der zuletzt noch die Ausfälle von Hans Lindberg und Fabian Wiede zu beklagen hatte, war bedient, frustriert und kassierte eine Zeitstrafe, nachdem er lautstark Frust abgelassen hatte. Frisch Auf erhöhte währenddessen auf 17:12 (46.) und 19:15 (53.). Ein „Jaaaaaa“ aus unzähligen Kehlen nach Schillers 21:17 (59.) besiegelte den gelungenen Saisonstart, den nur Paul Drux zum 21:18-Endstand noch ein klein wenig korrigierte.

FA Göppingen: Rebmann (n.e.), Prost; Kneule (2), Ritterbach (1), Damgaard (n.e.), Heymann (1), Bagersted (1), Peric (1), Sliskovic (6), Schiller (4/4), Rentschler (1), Schöngarth (1), Zelenovic (1), Kozina (2).

Füchse Berlin: Heinevetter, Semisch (n.e.); Elisson (2/1), Holm (2), Struck, Gojun, Zachrisson (3), Drux (3), Simak (2/1), Schmidt, Jallouz, Reißky (2), Marsenic (4).

SR: Schneider/Hartmann (Magdeburg). – Zeitstrafen: 10:4 Min.

Zuschauer: 4100.

Im Pokal-Achtelfinale nach Gummersbach

DHB-Pokal: Seit dem 24. Oktober 2012 (35:37-Niederlage nach Verlängerung gegen Magdeburg) sehnt sich Frisch Auf nach einem Heimspiel im Pokal – auch diesmal hatte der Traditionsklub kein Glück, als Weltmeister „Blacky“ Schwarzer in die Lostrommel griff. Die Achtelfinal-Reise führt ins Oberbergische: Bundesliga-Konkurrent VfL Gummersbach erwartet am 16./17. Oktober die Frisch-Auf-Handballer.

Liga-Alltag: Der zweite Bundesliga-Spieltag führt die Mannschaft von Hartmut Mayerhoffer am kommenden Donnerstag zum Deutschen Meister. Bei der SG Flensburg-Handewitt, die zum Saisonauftakt im Supercup dem Pokalsieger Rhein-Neckar-Löwen mit 26:33 unterlag, wird um 19 Uhr angepfiffen.

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