Bundesliga 28:17! Frisch Auf lässt nichts anbrennen

Göppingen / WOLFGANG KARCZEWSKI 28.12.2017
Die Göppinger Handballer haben sich mit einem 28:17 (14:7)-Heimsieg über den TV Hüttenberg in die EM-Pause verabschiedet.

Mit einem souveränen 28:14 (14:7)-Heimerfolg über Aufsteiger TV Hüttenberg machten die Bundesliga-Handballer von Frisch Auf Göppingen ihren 5100 Fans in der EWS-Arena gestern Abend ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Es war der höchste Saisonsieg und zugleich die beste Abwehrleistung seit Beginn der Punktspielrunde. Überschattet wurde der dritte Heimsieg von der schweren Verletzung von Rechtsaußen Tomas Urban.

Trotz der in allen Belangen überzeugenden Vorstellung der Gastgeber mochte bei den Frisch-Auf-Profis keine rechte Freude aufkommen. „Die Stimmung in der Kabine war sehr getrübt“, erklärte Göppingens Sportlicher Leiter Christian Schöne. Elf Minuten vor Spielende sank Urban ohne Einwirkung eines Gegenspielers zu Boden und musste vom Platz getragen werden. Bei der Verletzung handelt es sich laut Frisch-Auf-Trainer Rolf Brack „zu 90 bis 95 Prozent“ um einen Achillessehnenriss. Wenn sich die erste Diagnose bewahrheitet, wäre die Saison für den Linkshänder beendet. Der slowakische Nationalspieler bestritt gestern sein erstes Spiel nach seinem Handbruch im November. Zuvor hatte er bereits mit einer Wadenverletzung zu kämpfen gehabt. „Das ist das allerschlimmste, was passieren konnte, einfach bitter, zumal er sich wieder so herangekämpft hatte“, sagte Mitspieler Daniel Fontaine.

Bereits vor der Verletzung des Rechtsaußen hatte Frisch Auf den Sieg über harmlose Hüttenberger sichergestellt. Gestützt auf eine „bärenstarke Abwehr“, so Fontaine, und einen stark haltenden Keeper Daniel Rebmann, der in der 17. Minute für Primoz Prost eingewechselt wurde, machten die Gastgeber aus einem 7:6 bis zum Treffer von Kreisläufer Kresimir Kozina, mit 9/1 Toren bester Werfer des Abends, in der 27. Minute ein 12:6. Bereits zu diesem Zeitpunkt war die Vorentscheidung gefallen.

Nach dem 14:7-Pausenstand hielten die Göppinger, die erneut auf ihren Kapitän Zarko Sesum verzichten mussten, den Tabellen-Vorletzten aus Mittelhessen auch im zweiten Durchgang deutlich auf Distanz. Nach einer Dreiviertelstunde netzte Linkshänder Jens Schöngarth zur ersten Zehn-Tore-Führung ein (21:11). In der vorletzten Minute traf Regisseur Allan Damgaard zum 28:15 und damit zur höchsten Führung der Gastgeber, ehe die Hüttenberger bis zur Schlusssirene mit zwei Toren noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnten.

Frisch-Auf-Coach Brack lobte neben der Defensivabteilung auch die geringe Fehlerquote im Angriff. „Wir hatten nur neun Fehlwürfe und fünf technische Fehler. Das war sehr gut“, befand er, „auch die Abwehraggressivität war stark. Die Handschrift war zu erkennen.“

Frisch Auf Göppingen: Rebmann (ab 17.), Prost; Kneule (2), ­Rit­terbach, Damgaard (2), Trost (n.e.), Bagersted (1), Fontaine (4), Urban (1), Schiller (4/2), Rentschler (4/1), Schöngarth (1), Kozina (9/1).

TV Hüttenberg: Ritschel (1.-15., 40.-58.), Schomburg; Stefan, Slenak (1), Lambrecht, Wernig (3/2), Rompf, Zörb (1), Fernandes (2), Johannsson (6), Sicko (1), Roth, Mappes (1/1), Hofmann (1), Hahn, Lipovina (1).

Schiedsrichter: Horath/Hofmann (Nürnberg).

Zeitstrafen: 4:12 Minuten.

Zuschauer: 5100.

So spielten sie:

Oberliga:
Mannschaft 1 : Mannschaft2

3:1

Torschützen: Spieler 1 (30.), Spieler 2 (40.), Spieler 3 (60.), Spieler 4 (70.).

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