Frisch Auf erst nach elfeinhalb Stunden am Ziel

HAZ 18.02.2012

Die Göppinger Handballer haben gestern die längste Anreise ihrer EHF-Pokal-Geschichte hinter sich gebracht. Erst nach elfeinhalb Stunden war der heutige Spielort Odorheiu Secuiesc erreicht.

Am liebsten drehen die Frisch-Auf-Profis Ehrenrunden nach Siegen in der EWS-Arena, gestern absolvierten sie stattdessen Warteschleifen im Flugzeug über München. Da wegen Schneefalls eine Landebahn für den Räumdienst gesperrt werden musste, ging es am frühen Morgen im Luftraum über der bayerischen Metropole eng her.

Nachdem die Göppinger Delegation bereits um 5.15 Uhr gestartet war, um rechtzeitig am Stuttgarter Flughafen einzutreffen, hatten sich Kapitän Enid Tahirovic und seine Teamkollegen bei der ersten Landung schon verspätet. In der nächsten Propellermaschine Richtung Rumänien sitzend verzögerte sich nun der Abflug um 70 Minuten, schließlich war der Zielflughafen Cluj um 12.15 Uhr erreicht. Bei trockenen Straßenverhältnissen schloss sich eine vierstündige Busfahrt ins bergige Odorheiu Secuiesc an, ehe um 17.45 Uhr Ortszeit - die Uhren mussten eine Stunde vorgestellt werden - der Spielort erreicht war.

"Mir war gleich nach der Auslosung bewusst, dass es eine zeitlich aufwendige Anreise werden würde. Wir haben verschiedene Optionen geprüft und am Ende denselben Weg genommen, den auch die Gastgeber in der Vorwoche gewählt haben, um nach Göppingen zu kommen", erklärte Sportkoordinator Alexander Kolb bei der Ankunft in Odorheiu. Dort bat Trainer Velimir Petkovic seine 13 Spieler - Dalibor Anusic war wegen seiner Rückenprobleme wie die Langzeitverletzten Michael Haaß und Tim Kneule in Göppingen geblieben, zu einer lockeren Einheit in die Halle, in der heute um 17.30 Uhr Ortszeit (16.30 Uhr in Deutschland) das Achtelfinal-Rückspiel im EHF-Cup angepfiffen wird - die Göppinger gehen mit einem 31:20-Vorsprung in diese Begegnung vor vollem Haus.