Bundesliga Frauen endlich wieder am Ball

Petra Adamkova (Mitte), Michaela Hrbkova und Lina Krhlikar sind ­zufrieden von ihren WM-Einsätzen zurückgekehrt.
Petra Adamkova (Mitte), Michaela Hrbkova und Lina Krhlikar sind ­zufrieden von ihren WM-Einsätzen zurückgekehrt. © Foto: Marco Wolf
Göppingen / HOLGER RIEGEL 23.12.2017

Die Frisch-Auf-Frauen treten am heutigen Samstag nach einer sechswöchigen Spielpause wieder in der Bundesliga an. Um 19 Uhr empfangen die Göppingerinnen das Team von Borussia Dortmund in der EWS-Arena.

„Nach dieser langen Pause sind wir richtig hungrig auf das Spiel und es freut uns, dass wir endlich wieder Handball spielen dürfen“, berichtet Aleksandar Knezevic aus seiner Truppe und macht schnell klar, dass die Gäste aus dem Ruhrpott auch einen Tag vor Weihnachten nicht mit Geschenken der Grün-Weißen rechnen dürfen. „Wir treten zu Hause an und die Mädels sind bereit, mit Kampf und Herz den nächsten Heimsieg einzufahren“, gibt der Coach auch gleich die Zielsetzung für die Begegnung mit dem Tabellensiebten aus. Dass dies gegen die favorisierte Truppe von Trainerin Ildiko Barna möglich ist, zeigt die Vergangenheit. In den bisherigen zehn Vergleichen von Grün-Weiß gegen Schwarz-Gelb ging Frisch Auf fünf Mal als Sieger vom Feld, dazu gab es drei Niederlagen und zwei Remis.

Klarer Sieg im letzten Spiel

Glanzvoll war das letzte Heimspiel gegen Dortmund im Februar, als man die Gäste mit einer deutlichen 19:30-Niederlage auf die Heimreise schickte. Ein Sieg, der für Aleksandar Knezevic aber keinerlei Bedeutung mehr hat. „Die Borussia ist ein gutes Stück besser als in der vergangenen Saison“, beurteilt er den Gegner. Besonders die Rückkehr von Nadja Mansson nach ihrer Babypause stellt für den Coach eine erhebliche Verstärkung dar.

Hinzu kommen weitere große Namen des deutschen Frauenhandballs. Mit Klara Woltering steht eine der weltbesten Torhüterinnen zwischen den Pfosten, auf Rechtsaußen sorgt Svenja Huber für viel Geschwindigkeit und am Kreis ackert Anne Müller unermüdlich. Spannend wird sicherlich, wie Woltering, Mansson und Huber das frühe Ausscheiden der „Biegler-Ladies“ bei der Heim-WM verkraftet haben. Aber unabhängig davon steht für Aleksandar Knezevic fest, dass „beim BVB eine sehr hohe Qualität vorhanden ist“.

Zufriedenes WM-Trio

Dennoch hinken die Borussinnen den eigenen Ansprüchen etwas hinterher. Die Saison ist zwar noch jung und die bisherigen 7:5 Punkte klingen gut, aber besonders die herben Niederlagen gegen Buxtehude (21:30) und Metzingen (17:35) dürften Ildiko Barna gar nicht gefallen haben. Eigentlich sollte just zu diesen Gegnern der Abstand verkürzt werden und ein Schritt in die oberen Tabellenregionen gelingen.

Im Göppinger Lager ist man mit dem bisherigen Verlauf der Runde nicht unzufrieden und gegen Dortmund soll die bisher kleine, aber makellose Heimbilanz ausgebaut werden. Allerdings geht Aleksandar Knezevic nicht ganz sorgenfrei in die Begegnung. „Die personelle Situation ist nicht perfekt, denn wir hatten unter der Woche immer wieder ein paar krankheitsbedingte Ausfälle im Training“, sagt der Trainer, gibt aber sogleich Entwarnung: „Nach dieser langen Pause sind alle heiß und wollen spielen.“ Dies gilt auch für das aus Michaela Hrbkova, Petra Adamkova und Lina Krhlikar bestehende Weltmeisterschaftstrio, das zwar etwas müde, aber zufrieden von den globalen Titelkämpfen unter den Hohenstaufen zurückkehrte. Holger Riegel

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