Handball, 3. Liga Fernow hofft auf den ersten Saisonsieg

Pfullingen / woga 06.10.2017

In der 3. Liga gab es bisher vier Spiele und vier  Siege für den VfL gegen die SG Köndringen/Teningen. Am Samstag wird der fünfte angepeilt, wobei die Pfullinger als Schlusslicht unter Druck stehen. Die Gäste aus Südbaden um Trainer Ole Andersen und den Spielern Bührer, Spiranec, Zipf, Simak und Zank spielten am  Wochenende 17:17 gegen die TSG Haßloch. Ein komisches Ergebnis für VfL-Coach Till Fernow, denn eine offensive Deckung lässt eher auf ein 32:32 schließen. Zuvor kassierten die Südbadener drei Niederlagen. Bei den Rhein-Neckar-Löwen hielten sie wie Pfullingen lange mit, unterlagen 27:31, auch die anderen waren knapp. Für Till Fernow gilt: „Wir kennen die 3:2:1, die die SG spielt, deshalb sind 17 Tore  im Angriff exrem  wenig, die Abwehr war stark. Da wir diese Formation kennen, haben wir auch Lösungen parat. Wir blieben immer unter 30 Gegentoren, eigentlich der Schlüssel zum Sieg, doch unsere Fehlerquote war einfach unvorstellbar.”

Der Trainer hat Einzelgespräche geführt: „Ich musste die Jungs aufbauen, die waren nach den Niederlagen in den Schlussminuten am Boden, aber sie stehen sicher auf. In Stress-Situationen trafen wir falsche Entscheidungen. Die Fehler sind kaum zu erklären. Ich habe den Spielern Videos gezeigt, alles aufgedeckt und hoffe, sie haben es verstanden. Es gibt Spieler mit großen Schwankungen, die müssen stabiler werden und Ruhe bewahren.”

List fehlt, auch Sven Maier ist nicht dabei (Beruf), aber die A-Jugend der JSG spielt erst am Sonntag in Pfullingen, deshalb ist Axel Goller im Kader. Niklas Roth (beide erzielten ja in Günzburg zusammen 26 Tore), hat leichte Probleme, wird in der A-Jugend auflaufen, ist aber bei Fernow im Blickpunkt. Der Trainer sieht klar: „Wenn wir unser Spielsystem durchziehen, haben wir gute Chancen, den Sieg einzufahren. Wir müssen endlich zu Hause gewinnen, haben hoffentlich einen goldenen Oktober vor uns. Wenn unser Plan aufgeht, müssten die  Punkte bei uns bleiben. Ich habe nicht auf das Team draufgehauen, weil sie alle Gas geben, alles reinwerfen – es fehlen die berühmten Kleinigkeiten. Wir müssen endlich mal eine Führung durchbringen, konzentriert, diszipliniert spielen, ruhig beiben, stabiler werden. Dann müsste der Knoten mit dem ersten Saisonsieg platzen.”