Auswärtsklatsche Fehlerquote ist entschieden zu hoch

bz 11.10.2016

Um den Ausfall der verletzten Vanessa Hoffer und Anja Heidinger zu kompensieren, half Lisa Thierer von der zweiten Mannschaft aus. Mit verschiedensten und zum Teil ungewohnten Formationen versuchte Trainer Hans-Jürgen Beutel dem starken Angriff von TuS Metzingen II entgegenzuwirken. Zu Beginn schien der Plan aufzugehen. Wenige technische Fehler und schnelle Passfolgen brachten die FSG durch Stefanie Heilig und Anna Klotzbücher 2:0 in Führung. Zwei Minuten später zeigten die ausgeliehenen Erstligaspielerinnen ihr Können und glichen zum 2:2 aus. Vor allem Kreisläuferin Annika Ingenpaß brachte die FSG-Abwehr zur Verzweiflung. Immer wieder sperrte sie sich oder den Weg für ihre Mitspielerinnen frei und war mit 16 Toren die überragende Schützin auf dem Feld. Donzdorf/Geislingen ließ sich von den individuell überlegenen Gegnerinnen nicht beeindrucken und lag nach zehn Minuten wieder mit zwei Toren vorn. Das war auch der Verdienst der in der Anfangsphase starken Torfrau Sabine Trzaska. Vier Metzinger Tore in Folge brachten die FSG binnen vier Minuten mit zwei Toren ins Hintertreffen. Die Auszeit von Beutel nach 17 Minuten brachte vorerst keine Verbesserung in das nun fahrige FSG-Spiel. Bis zur 26. Minute zog Metzingen auf 16:8 davon. Ein kleines Aufbäumen der Gäste bis zur Halbzeit ließ noch Hoffnung für die zweite Hälfte. Corinna Godina, abermals beste FSG-Spielerin, sowie Marilena Costanzo und Sarah Redieck verkürzten bis zur Halbzeit auf 11:16.

Dem Fünf-Tore-Rückstand liefen die Gäste lange hinterher. Beim 24:20 (43.) war noch alles drin. Was danach folgte, war ein Spiegelbild der ersten Hälfte: Viele Fehler der FSG, kompromisslose Aktionen von Metzingen. Die Folge waren sieben Tore in Folge für die Bundesligareserve zum 31:20 (50.). Damit war bereits die Partie entschieden und die Gastgeberinnen wechselten personell durch. So gelang der FSG noch ein wenig Ergebniskosmetik. An der hohen Niederlage war allerdings nichts mehr zu machen.

Trotz der individuellen Überlegenheit Metzingens ist die Niederlage mehr der Unsicherheit und unüberlegten Abschlüssen der FSG zuzuschreiben. Jetzt gilt es die Klatsche schnell abzuschütteln und am Samstag gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach wieder voll anzugreifen. ah

FSG: Trzaska, Sperr – Engelmann (2), Redieck (6), Godina (9), Klotzbücher (2), Thierer, Heilig (3), Costanzo (5/3), Munz (1), Hendlmeier, Härringer.

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