Fahrkarten in der Fremde

Die Göppinger Handballer mussten sich gestern Abend bei der TSV Hannover-Burgdorf mit 23:25 Toren geschlagen geben. Hier klammert Hannovers Piotr Przybecki Momir Rnic, der insgesamt acht Frisch-Auf-Tore erzielte. Foto: Jörg Zehrfeld
Die Göppinger Handballer mussten sich gestern Abend bei der TSV Hannover-Burgdorf mit 23:25 Toren geschlagen geben. Hier klammert Hannovers Piotr Przybecki Momir Rnic, der insgesamt acht Frisch-Auf-Tore erzielte. Foto: Jörg Zehrfeld
HARALD BETZ 03.05.2012
Frisch Auf Göppingen hat in der Handball-Bundesliga eine weitere Auswärtsniederlage kassiert. Bei der TSV Hannover-Burgdorf setzte es gestern Abend für den Tabellenneunten ein 23:25 (12:13).

Fünf Tage nach dem erneuten Einzug ins Finale des EHF-Pokals führte gestern Abend eine Fülle von Fahrkarten bei der TSV Hannover-Burgdorf zur Göppinger 23:25 (12:13)-Niederlage im Bundesliga-Alltag. Während sich die Niedersachsen damit aller Abstiegssorgen entledigt haben dürften, riss bei Frisch Auf die Serie der zuletzt guten Resultate in fremder Halle - in Balingen, Solingen, Hüttenberg und Berlin hatten die Schützlinge von Velimir Petkovic zuletzt zwei Siege und zwei Unentschieden erzielt.

Gestern reichte es vor 1800 Zuschauern nicht zu einem Erfolgserlebnis. Im ersten Durchgang legten zunächst die Göppinger vor, wobei sich Momir Rnic mit vier Treffern schon vor der Pause als der zielsicherste Grün-Weiße erwies. Nachdem sich die Gastgeber auf 8:6 davongeschlichen hatten, unterbrach Frisch-Auf-Trainer Petkovic den Spielfluss durch eine Auszeit. Trotzdem erhöhten die Niedersachsen auf 9:6 und 11:7 (21. Minute). Erst nach dem 12:8 kamen die Göppinger wieder näher und schafften es sogar, bis kurz vor dem zwischenzeitlichen Gang in die Kabine zum 12:12 auszugleichen, ehe ein Strafwurf noch den knappen 12:13-Pausenrückstand ergab.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich der fehlerhafte und teilweise unkonzentrierte Göppinger Auftritt fort, Hannover geriet allerdings beim 17:17 (44.) und 20:20 (53.) dennoch in die Gefahr, dass die Gäste die Führung an sich reißen. Doch Hannover, das ohne Linkshänder im rechten Rückraum antreten musste, rettete sich aus diesen Phasen, warf stets eine große Portion Siegeswillen in die Waagschale und behielt mit 25:23 die beiden Punkte, auch wenn sich Frisch Auf bis zum Schluss nach Kräften wehrte und in Torhüter Bastian Rutschmann seinen besten Mann zwischen den Pfosten hatte. Letztlich war die Partie durch die schwache Angriffsleistung verloren worden.

SO SPIELTEN SIE

TSV Hannover-Burgdorf: Weiner (ein Strafwurf), Puljezevic; Johannsen (3), Clößner, Repke, Jonsson (9/3), Lehnhoff (4), Rydergard, Przybecki (1), Szücs, Svavarsson (4), Olsen (4), Pollex.

FA Göppingen: Tahirovic (ein Strafwurf), Rutschmann; Kneule (3), Thiede (1), Späth (1), Mrvaljevic (2), Lobedank, Markez (2), Anusic, Rnic (8/3), Schubert (1), Markicevic, Horak (5).

SR: Schulze/Tönnies (Magdeburg).

Zeitstrafen: 12:4 Minuten.

Zuschauer: 1800.