Frauenhandball Erst Bosnien, dann käme Russland

Metzingen / jozü 19.07.2018

Erst Bosnien, dann käme Russland. Dieser Satz beschreibt am besten die Ergebnisse der Auslosung für die ersten beiden Runden des EHF-Cups. Frauenhandball-Bundesligist TuS Metzingen bekommt es in der ersten Runde, die an den Wochenenden 8./9. und 15./16. September ausgetragen wird, mit dem bosnischen Vertreter von HZRK Grude zu tun. Grude liegt rund 120 Kilometer von Split (Kroatien) und 1200 km von Metzingen entfernt.

Bei einem Erstrundenerfolg würde auf die TusSies in der zweiten Runde mit dem HC Astrakhanochka ein russischer Vertreter warten. Das Team aus Astrachan wurde in der abgelaufenen Saison Dritter in der russischen Liga und ist eine durchaus europapokalerfahrene Mannschaft, die deutlich stärker einzuschätzen ist als Grude.

Spielwochenende erhofft

Da in den ersten beiden Runden Doppelspieltage im Bereich des Möglichen sind, hat die TuS Metzungen die Verhandlungen mit Grude aufgenommen, um über ein gemeinsames Spielwochenende in einem der beiden Länder zu sprechen. Sollten diese Spiele in Deutschland ausgetragen werden, wären der 15. und 16. September die offiziellen Spieltage. Sollten die TusSies weiterkommen, würde man auch mit Astrachan über einen Doppelspieltag verhandeln, weil man für ein Auswärtsspiel hier gut 3500 km zurücklegen müsste. Doch bis es soweit ist, liegt der Fokus auf dem Vergleich gegen das Team aus Bosnien-Herzegowina.

Öschhalle nicht bespielbar

Aufgrund eines Wasserschadens ist die Öschhalle für Pflichtspiele aktuell und bis auf weiteres nicht bespielbar. Die Stadt Metzingen versucht mit Trocknungsgeräten die Situation in den Griff zu bekommen. Die Verantwortlichen der TusSies sind auf der Suche nach einer Alternative, sollte man Anfang September nicht im „pinken Wohnzimmer“ spielen können. Damit ist auch der Trainingsbetrieb gestört.

Stimmen zur Auslosung:

André Fuhr (TuS-Trainer): „Es ist nicht einfach für mich, den Gegner einzuschätzen, weil Grude für mich  ein recht unbeschriebenes Blatt ist. Bezüglich der Strecke gibt es sicherlich angenehmere Lose und ich bin mir auch sicher, dass wir in dieser Runde Favorit sind. Unser Ziel ist das Weiterkommen.“

Ferenc Rott (TuS-Manager): „Die Auslosung garantiert uns weite Anfahrten zu den Auswärtsspielen. Deswegen versuchen wir mit der Planung eines Doppelspieltags die Reisestrapazen auf ein Minimum zu reduzieren.“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel