Handball 23:35 – Rabenschwarzer Tag für die SHB

Sprachloser Trainer: SHB-Coach Sandro Jooß tat sich nach dem Spiel schwer damit, die hohe Niederlage zu erklären.
Sprachloser Trainer: SHB-Coach Sandro Jooß tat sich nach dem Spiel schwer damit, die hohe Niederlage zu erklären. © Foto: Rudi Weber
Jochen Gerstlauer 30.01.2017
Württembergliga: Die SG Herbrechtingen/Bolheim musste eine deutliche 23:35-Niederlage beim SKV Unterensingen einstecken.

Dieser Samstagabend ging für die Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim komplett in die Hose. Gegen hochmotivierte „Spitzmäuse“ hatte die Mannschaft des Trainergespanns Jooß/Albrecht überhaupt keinen Zugriff in der Abwehr, war zu harmlos im Angriff und verlor auch in dieser Höhe verdient.

Sandro Jooß wusste nach dem Spiel nicht so recht, was er sagen sollte. „Wir haben unter der Woche gut trainiert, haben uns auch motiviert warm gemacht“, sagte er und machte damit deutlich, dass man sich vor der Partie durchaus etwas Zählbares in Unterensingen ausgerechnet hatte.

Personell sah es bei der SG Herbrechtingen/Bolheim ganz gut aus. Lediglich Zeiher musste mit einer Knöchelverletzung passen. Bis zum 4:6 ließ sich das Spiel aus Sicht der Gäste auch noch ganz gut anschauen. Nervosität war zwar zu spüren, aber Wurelly und Co. waren am Gegner noch dran.

Danach kam aber ein gehöriger Bruch ins Spiel der Blau-Weißen. Unterensingen agierte sehr entschlossen mit seiner offensiven Deckung, und vorne erwischte Spielmacher Buck (neun Tore) einfach einen Supertag. Krämer, Brändle und Buck wirbelten im Angriff und spielten die SHB-Deckung zum Teil schwindelig.

Beim 5:13 aus Sicht der SHB reagierte Trainer Jooß. Die Auszeit zeigte nur bedingt Wirkung. Zumindest wurde der Abstand nicht größer. Bis zur 25. Minute verbuchte Co-Trainer Albrecht für sein Team auf dem Statistikzettel bereits neun technische Fehler und 13 Fehlwürfe. Beim 10:18 aus Sicht der SHB fehlten den mitgereisten Fans buchstäblich die Worte. Keiner war zu sehen, der das Heft in die Hand nehmen würde und keiner erreichte Normalform an diesem Tag.

Trotz einer etwas lauteren Ansprache von Jooß in der Halbzeitpause wurde das Spiel seiner Mannschaft nicht besser. Unterensingen machte dort weiter, wo das Team nach der ersten Halbzeit aufgehört hatte. Beim 11:23 nach 35 Minuten machte sich schon fast Resignation breit.

Im Wissen des sicheren Vorsprunges wurden die „Spitzmäuse“ etwas nachlässiger. Zumindest konnte Aeugle knapp 15 Minuten vor Spielende auf 20:28 verkürzen. Freilich war dies ob des großen Rückstandes nur ein Strohfeuer. Zudem mussten Wurelly und Schütz kurz hintereinander mit Zeitstrafen vom Feld.

Die Heimmannschaft nutzte sofort die Überzahl und erhöhte auf 31:20. In den letzten Minuten demonstrierte der SKV Unterensingen, warum die Mannschaft im oberen Drittel der Tabelle rangiert und zeigte auch bis zum Schlusspfiff keine Gnade mit den Blau-Weißen mehr.

Trotz allem: Es gilt, das Spiel so schnell wie möglich abzuhaken und im Training unter der Woche rasch wieder zur Normalität zurückzukehren. Am Samstag gibt es im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Reichenbach nur eine Devise: unbedingt zwei Punkte einfahren.

SKV Unterensingen – SHB 35:23 (18:10)

SHB: Stängle, Winnen; Bauer, Kling (1), Klotzbücher (1), Kresse (3), Rugaci, Albrecht (3/2), Wurelly (3), Bayik (4), Schütz (2), Hug (1), Aeugle (4), Möller (1)

Zeitstrafen: SHB: 6 (Wurelly 2, Kling, Bayik, Schütz, Hug) – SKV: 5

Strafwürfe: SHB: 2 (beide verwandelt) – SKV: 4 (alle verwandelt)

Zuschauer: 200

Schiedsrichter: König aus Flein und Leykauf aus Biberach