Ulm Ein gutes Team alleine reicht nicht

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Autorenfoto © Foto: Könneke Volkmar
Sebastian Schmid 12.01.2018

Deutschland reist als Titelverteidiger zur EM. Und das mit einem stärkeren Team als beim Triumph von 2016. Was soll da noch schief gehen? Doch bevor verfrüht der Sieger-Sekt kalt gestellt wird, sei noch einmal an das Turnier in Polen erinnert, in dessen Verlauf die deutsche Mannschaft drei Partien mit einem Tor Unterschied gewann (darunter der Halbfinal-Krimi gegen Norwegen nach Verlängerung).

Drei Spiele, in denen ein Fehlwurf mehr oder ein gehaltener Ball weniger das Aus bedeutet hätte. So verdient der Titelgewinn letztlich auch gewesen ist, er benötigte mehr als nur eine gute Mannschaft, um Wirklichkeit zu werden. Es brauchte Zusammenhalt, die richtige Taktik, den nötigen Willen und letztlich auch eine ordentliche Portion Glück. Nicht alles davon ist im Voraus planbar.

Die Voraussetzung, um überhaupt um den Titel mitzuspielen, bleibt aber eine gute Mannschaft – und die hat Deutschland. Die Chance auf ein gutes Abschneiden ist also gegeben, die erfolgreiche Qualifikation und die letzten Testspiele stimmen zudem optimistisch. Nun liegt es an Bundestrainer Christian Prokop und seinen Spielern, ein Jahr vor der Heim-WM mit starken Auftritten erneut eine Handball-Euphorie auszulösen. Ob das dann zum Titel reicht, wird sich in den kommenden zwei Wochen zeigen.