Frauenhandball Ein Gegner, der nur schwer zu fassen ist

St. Leon kommt: Auf die FSG-Spielerinnen wartet am Samstag viel Arbeit.
St. Leon kommt: Auf die FSG-Spielerinnen wartet am Samstag viel Arbeit. © Foto: Thomas Madel
Jochen Schreitmüller 12.01.2018
Die FSG Donzdorf/Geis­ling­en kann am Samstag eine vier Jahre währende Negativserie gegen St. Leon/Reilingen durchbrechen.

Zum Rückrundenauftakt empfängt die Oberliga-Handballerinnen der FSG Donzdorf/Geislingen am Samstag, 17.30 Uhr, in der Donzdorfer Lautertalhalle die HSG St. Leon/Reilingen. Die Gäste aus der Kurpfalz stehen als Tabellenachter zwei Plätze und vier Punkte vor der FSG im gesicherten Mittelfeld. Im Gegensatz zum Vorjahr, als die HSG noch in der oberen Tabellenhälfte zu finden war, wechseln in diesem Spieljahr glänzende Auftritte mit unerklärlichen Niederlagen. Was sich auch in der Tabelle widerspiegelt: Sechs Siegen stehen bislang fünf Niederlagen und zwei Unentschieden gegenüber.

Einer dieser sechs Siege gelang der Mannschaft von Trainer Marcus Gutsche ausgerechnet zum Saisonauftakt gegen die FSG, die seinerzeit in St. Leon mit 22:29 klar das Nachsehen hatte. Begünstigt wurde dieser Kantersieg der Kurpfälzerinnen durch zwei ganz schwache Anfangsphasen des FSG-Teams in den jeweils ersten fünf Minuten der beiden Halbzeiten. Ansonsten war die FSG im spielerischen Bereich durchaus ebenbürtig. Hervorstechendes Merkmal der HSG St. Leon/Reilingen ist, dass in der Mannschaft keine einzelne Spielerin herausragt, sondern fast alle Spielerinnen torgefährlich auf ihren Positionen agieren und somit ganz schwer auszurechnen sind.

Allerdings hat sich die Mannschaft um Anja Heidinger und Marilena Costanzo vorgenommen, die vierjährige Negativserie gegen St. Leon  – in sieben Begegnungen gab es erst einen einzigen Punktgewinn zu feiern – endlich zu durchbrechen. Um den Abstand zum Tabellenkeller etwas zu vergrößern, ist dies auch unbedingt notwendig. Weil bei der FSG krankheitsbedingt in den bisherigen Trainingseinheiten im neuen Jahr doch einige Lücken klafften, lag der Schwerpunkt mehr im gruppentaktischen und individuellen Bereich. Trotzdem sieht Trainer Beutel dem Spiel mit Optimismus entgegen, denn die bisherigen doppelten Punktgewinne fuhren FSG-Handballerinnen alle in den heimischen Hallen ein.