Bundesliga Effektivität das Zauberwort

Frisch-Auf-Torhüter Primoz Prost springt einem Berliner Angreifer bei dessen Wurf entgegen. Auch morgen gegen die TSV Hannover-Burgdorf soll eine gute Abwehrleistung die Basis für einen Göppnger Heimerfolg sein.
Frisch-Auf-Torhüter Primoz Prost springt einem Berliner Angreifer bei dessen Wurf entgegen. Auch morgen gegen die TSV Hannover-Burgdorf soll eine gute Abwehrleistung die Basis für einen Göppnger Heimerfolg sein. © Foto: Eibner
Göppingen / Harald Betz 04.09.2018

Mit einer englischen Woche – Frisch Auf spielt morgen um 19 Uhr in eigener Halle gegen die TSV Hannover-Burgdorf und muss am Samstag um 20.30 Uhr bei HC Erlangen antreten – absolviert die Handball-Bundesliga ihre Spieltage drei und vier in der noch jungen Saison. Für die Partie am Mittwochabend in der EWS-Arena waren gestern 3600 Karten verkauft, die Mannschaft um den aktuell starken Torhüter Primoz Prost setzt auf eine Unterstützung wie beim umjubelten 21:18-Auftaktsieg gegen die Füchse Berlin.

Zuletzt aber hatte das Team von Hartmut Mayerhoffer keinen Grund zur Freude, bei der SG Flensburg-Handewitt setzte es eine schmerzhafte 15:26-Niederlage. „Das Ergebnis sieht nicht erfreulich aus, die Angriffseffektivität war unser Problem“, redet der Trainer Klartext, „15 Tore sind deutlich zu wenig, da müssen wir uns deutlich steigern.“ Schon gegen die Berliner hatte die Göppinger Offensive nicht gerade üppig getroffen, aber gewonnen, beim Deutschen Meister wurde die schwache Ausbeute dagegen knallhart bestraft. Hartmut Mayerhoffer plädiert nach den Auftaktbegegnungen dafür, das Pendel nicht allzusehr in eine Richtung ausschlagen zu lassen: „Gegen Berlin war nicht alles gut, in Flensburg nicht alles schlecht.“ Der Übungsleiter zu seinen Aufgaben in den vergangenen Tagen: „Wir haben diese Woche dort angesetzt, wo es gehapert hat. In der Abwehr stehen wir gut, also lag der Schwerpunkt im Angriff.“ Dabei ist dem Augsburger wichtig: „Wir haben gute Chancen herausgespielt, wir müssen sie nur verwerten.“ Sorgen bereiteten dem Coach in den vergangenen Tagen der kranke Ivan Sliskovic und der am Fuß verletzte Josip Peric, aber Mayerhoffer hofft, beide morgen einsetzen zu können.

Auch Christian Schöne, Göppingens Sportlichem Leiter, ist es wichtig, dass die beiden Spiele richtig eingeschätzt werden: „2:2 Punkte sind völlig in Ordnung, aber es sind noch Themenfelder intensiv zu bearbeiten.“ Man besitze Selbstvertrauen genug, um nun mit der gleichen Leidenschaft wie gegen Berlin den zweiten Heimsieg anzustreben. Für Hartmut Mayerhoffer kommt mit Hannover ein breit besetzter Gast mit viel internationaler Erfahrung, der mit Siegen in Gummersbach und gegen den Bergischen HC gestartet ist. Bei den Niedersachsen stehen mit Kai Häfner und Evgeni Pevnov zwei ehemalige Göppinger im Kader – allerdings hat TSV-Kapitän Häfner in den ersten beiden Spielen nicht mitgewirkt.

Für Primoz Prost, bislang großer Rückhalt im Frisch-Auf-Tor, könnte es morgen währenddessen zu einem Duell unter Landsmännern kommen. Hannnover hat für diese Runde Prosts slowenischen Nationalmannschaftskollegen Urban Lesjak verpflichtet.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel