Handball Die stillen Helfer beim Handball-Länderspiel

Frank Süssmuth (l.) und Helmut Usenbenz feierten ihre Länderspiel-Premiere.
Frank Süssmuth (l.) und Helmut Usenbenz feierten ihre Länderspiel-Premiere. © Foto: Oliver Schulz
Neu-Ulm / seb 08.01.2018

Im zweiten Anlauf hat es für die deutsche Handball-Nationalmannschaft mit dem ersten Sieg in der Ratiopharm-Arena geklappt. Nachdem sich die DHB-Auswahl bei der Premiere im September 2014 in Neu-Ulm mit einem 28:28 gegen die Schweiz begnügen musste, wurde gestern vor 4800 Zuschauern im letzten EM-Test Island klar mit 30:21 geschlagen. Wo sonst die Bundesliga-Basketballer von Ratiopharm Ulm zuhause sind, sorgte der Handball-Europameister für ein ausverkauftes Haus und begeisterte Fans.

Zumindest ein wenig Lokalkolorit wurde dabei abseits des Spielfelds geboten. Neben den Einlaufkindern der SG Burlafingen/Ulm, die ihren Vorbildern einmal ganz nah sein konnten, feierten Frank Süssmuth (52) und Helmut Usenbenz (56) in der Ratiopharm-Arena ihre Länderspiel-Premiere. Die beiden Langenauer sind seit 2006 als Zeitnehmer und Sekretär tätig und dabei regelmäßig bei Bundesliga-Spielen und EHF-Partien im Einsatz. Angesichts von 15 sogenannten „ZS-Gespannen“ allein in Baden-Württemberg und nur zwei oder drei Länderspielen im Jahr im Süden Deutschlands sind die Chancen auf eine Partie der deutschen Auswahl nicht hoch – zumal die Offiziellen nach geografischen Aspekten eingeteilt werden. „Eine glückliche Fügung“, nennt es Süssmuth deshalb, dass Uwe Gensheimer und Co. in der Ratiopharm-Arena die EM-Generalprobe bestritten haben.

Neben möglichen Wechselfehlern müssen ZS-Gespanne unter anderem die Zeitstrafen der Spieler im Auge behalten, die Anzeigentafel in der Halle bedienen und den Spielberichtsbogen ausfüllen. Aufgaben, die unspektakulär, aber für den Spielbetrieb unerlässlich sind. So waren Süssmuth und Usenbenz in den letzten elf Jahren nach eigener Schätzung etwa 230 Mal im Einsatz. Den vorläufigen Höhepunkt gab es gestern in der Ratiopharm-Arena.

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