Die SGOU verschafft sich etwas Luft Handball, Württembergliga

SGOU-Keeper Patrick Bader konnte mit dem was sich vor ihm abspielte durchaus zufrieden sein, bejubelte etliche gelungene Aktionen. Foto: Baur
SGOU-Keeper Patrick Bader konnte mit dem was sich vor ihm abspielte durchaus zufrieden sein, bejubelte etliche gelungene Aktionen. Foto: Baur
GEK 13.01.2014

SG Ober/-Unterhausen gegen

SC Vöhringen 34:29 (16:11)

Nach längerer Krankheits- und Verletzungspause kehrte Steffen Buck in die Lichtensteiner Mannschaft zurück, der der Abwehr wieder mehr Stabilität verlieh. Torwart Michael "Jimmy" Schröter war ebenfalls wieder mit von der Partie, wurde aber noch geschont. Besonders in der ersten Halbzeit zahlte sich die gute Trainingsarbeit unter der Woche aus, die gegnerische Abwehr wurde permanent unter Druck gesetzt, lediglich zwei technische Fehler mussten notiert werden. Ein Quantensprung gegenüber den letzten Spielen.

Bis zum 6:6 nach zehn Minuten hielten die Gäste aus dem bayerischen Vöhringen ganz gut mit. Danach gelang den Blau-Roten erstmals beim 8:6 ein Zweitorevorsprung, den sie binnen sieben Minuten beim 13:7 auf sechs Treffer ausbauen konnten. Besonders Maximilian Friessnig zeigte dem gegnerischen Goalkeeper Manuel Neckermann, der in Grabenstetten noch der Matchwinner war, seine Grenzen auf. Aber auch schnelle Gegenstöße über Daniel Jungel ließen die Gastgeber auf 16:9 davonziehen, ehe der SC Vöhringen bis zum Pausenpfiff noch eine Resultatsverbesserung gelang. Besonders der letzte Treffer war schmerzlich, resultierte er doch aus einem direkt verwandelten Freiwurf.

Mit einem Auftakt nach Maß begann die zweite Halbzeit. Daniel Jungel leitete auf dem Boden liegend durch einen genialen Pass auf Matthias Reiff einen Konter ein, der zum 17:11 führte. Die SGOU schien jetzt schon auf die Siegerstraße einzubiegen. Aber es wurde noch ein hartes Stück Arbeit. Die technischen Fehler nahmen zu, einige Abschlüsse waren unvorbereitet, sodass langsam der Vorsprung schmolz.

Bis Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Vöhringer, überwiegend durch ihren Spielmacher Sven Schröder angetrieben, den Anschluss beim 24:22 wieder hergestellt. Trainer Holger Breitenbacher sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Bis zum 25:23 blieben die Gäste aus dem Illertal dran, danach zeigte die Ansprache Wirkung, die blau-roten Lichtensteiner um Kapitän Daniel Jungel legten eine Schippe drauf und kehrten zum Erfolgshandball der ersten Halbzeit zurück. Zwei sicher verwandelte Siebenmeter von Daniel Jungel, zwei Kracher von "Maxi" Friessnig, Imer Zhabeli in Unterzahl sowie Matthias Reiff vom Kreis schraubten das Ergebnis innerhalb von sieben Minuten auf 31:24.

Die rote Karte für den Vöhringer Kevin Jähn, der Matthias Reiff bei einem Konter in den Wurfarm gegriffen hatte, kann man geben. Die Unparteiischen zeigten eine gute Leistung. Bereits fünf Minuten vor dem Schlusspfiff war die Partie entschieden, der Rest war Formsache. Matthias Kania zog sich schon in der ersten Halbzeit eine schmerzhafte Hüftprellung zu und konnte nicht mehr eingesetzt werden.

SG Ober-/Unterhausen: Bader, Schröter (bei 7m) - Bordt (1), Losch, Reiff (4), Friessnig (10), Azevedo (3), Althaus (1), Kania, Buck (1), Gotthardt (2), Zhabeli (2), Jungel (10/4).