Die Rückkehr von Maike März

Als der Thüringer HC in der Meisterschaftsrunde das Finalrückspiel gegen den HC Leipzig am 12. Mai 2013 in Bad Langensalza 37:31 gewann, schrie Maike März (oben rechts, neben Anja Althaus) ihre Freude über den Meistertitel am lautesten heraus.
Als der Thüringer HC in der Meisterschaftsrunde das Finalrückspiel gegen den HC Leipzig am 12. Mai 2013 in Bad Langensalza 37:31 gewann, schrie Maike März (oben rechts, neben Anja Althaus) ihre Freude über den Meistertitel am lautesten heraus.
TA 16.01.2014
Maike März kehrt zurück nach Metzingen. Zumindest für ein Bundesligaspiel. Am Samstag steht die 30-jährige Torfrau (von 2001 bis 2004 bei der TuS Metzingen) im Kasten des TusSies-Gegners Thüringer HC.

Der Thüringer HC ist in der Handball-Bundesliga der Frauen nicht zu stoppen. Die Mannschaft von Trainer Herbert Müller bezwang Bayer Leverkusen vor 1060 Zuschauern mit 33:24 (19:13) und bleibt damit in der Meisterschaft mit 31:1 Punkten ungeschlagen. Für die Leverkusenerinnen war es die erste Niederlage seit sieben Spielen.

Die Ausnahmemannschaft der Bundesliga musste bislang erst einen Minuspunkt beklagen - und das ist lange her. Zum Saisonbeginn, am 11. September 2013, gab es beim Buxtehuder SV ein 27:27-Remis. Die zwölf folgenden Partien entschieden die Handballerinnen und Erfurt und Bad Langensalza allesamt für sich - darunter auch das Hinspiel in der Salza-Halle gegen die Metzinger TusSies (27:22).

Damit ist klar: Eine Serie am Samstag (19 Uhr, Öschhalle) wird reißen. Denn auch die TusSies haben einiges zu bieten. Sieben Heimspiele, sieben Siege lautet die Erfolgsbilanz der Metzingerinnen.

Die am 9. November 1983 in Leonberg geborene Schwäbin Maike März (in der Jugend bei der TSG Oßweil, beim GSV Hemmingen und VfL Waiblingen im Tor) wehrte beim nie gefährdeten 33:24 (19:13) des THC gegen Bayer Leverkusen immerhin 15 Bälle ab und war damit ein entscheidender Garant für den Sieg der Thüringerinnen. Aber das reichte der ehrgeizigen Torfrau immer noch nicht. "Schade, ich hätte gerne wenigstens einen Siebenmeter gehalten", sagte die 30 Jahre alte Ex-Metzingerin, die vor einem Jahr darüber nachgedacht hatte, ihren Vertrag beim deutschen Meister auslaufen zu lassen.

"Ich bin froh, dass ich noch einmal verlängert habe. Schließlich stehen wir in der Champions League in der Hauptrunde der besten acht Vereine. Das ist eine große Herausforderung", sagte März, die gegen Leverkusen allein in der ersten Halbzeit zehn Würfe abgewehrt hat. Immerhin: Der TSV Bayer 04 Leverkusen kam mit der Empfehlung von sieben Spielen ohne Niederlage in die Salza-Halle, wo Bayer 04 im vergangenen Jahr sogar zwei Siege - in der Hauptrunde und dem Meisterschafts-Halbfinale - gelangen.

Schon in neun Tagen - am 25. Januar - kommen die Rheinländerinnen erneut in die Bad Langensalzaer Salza-Halle, wenn es für den Titelverteidiger im Pokal-Viertelfinale um den Einzug ins Final Four geht. "Dann ist klar: Wir müssen diesen Sieg aus dem Kopf streichen. Denn Leverkusen wird sich anders präsentieren. Da müssen wir höllisch aufpassen", sagte März, die sich in dieser Saison mit Nationaltorhüterin Jana Krause die Einsatzzeiten im THC-Gehäuse teilt.

Als diesmal der Gegner aus der Farbenstadt beim 23:18 (40. Minute) den Rückstand auf im Handball eher unbedeutende fünf Treffer reduziert hatte und Sonja Frey einen Strafwurf vergab, stand Maike März beim Gegenzug wieder goldrichtig. "Sie hat in den entscheidenden Momenten die Impulse gesetzt", sagte auch THC-Cheftrainer Herbert Müller lobend über seine 30-jährige Torfrau, die am kommenden Samstag eine Reise in die Vergangenheit antreten wird.

Im Spiel beim Überraschungs-Tabellendritten TuS Metzingen (Samstag, 19 Uhr, Öschhalle) wird sie in ihrer schwäbischen Heimat erneut zwischen den Pfosten stehen. Im Ermstal stand Maike März von 2001 bis 2004 unter Vertrag. "Deshalb ist auch für mich klar, dass sie dort von Beginn an spielt", hatte Trainer Müller schon vor dem Leverkusen-Sieg versprochen. Nach der jüngsten Leistung hat sich März diesen Einsatz mehr denn je verdient.

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